Beetzendorfer Abi-Jahrgang will mit neuem Konzept wieder den Jahrstedter Saal anmieten

„Letztes Mal lief es ziemlich schief“

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Sarah Riedel (l.) aus Klötze und Thea Beckmann aus Neuferchau warben im Jahrstedter Ortschaftsrat dafür, den Saal an den Abi-Jahrgang zu vermieten.

Jahrstedt. Sie waren gekommen, um den Ruf der Beetzendorfer Abiturienten wieder herzustellen und beim Jahrstedter Ortschaftsrat „gut Wetter“ zu machen.

Stellvertretend für den Abijahrgang 2018/19 des Beetzendorfer Gymnasiums waren am Montagabend Sarah Riedel aus Klötze und Thea Beckmann aus Neuferchau zur Jahrstedter Ortschaftsratssitzung gekommen. Denn die Abiturienten möchten den Saal wieder anmieten – und hofften auf die Unterstützung des Gremiums für das Vorhaben.

„Uns ist bewusst, dass es beim letzten Mal ziemlich schief gelaufen ist“, räumten die beiden Jugendlichen gleich zu Beginn ihres Vortrags ein. Denn die Abiparty im Dezember 2017 war „völlig aus dem Ruder gelaufen“, wie Ortsbürgermeister Randy Schmidt seinem Ortschaftsrat anschließend berichtet hatte. Es gab Sachbeschädigungen, unter anderem an der Saaleingangstür, für einige auch zu viel Alkohol, was ein enthemmtes Verhalten auslöste. Darunter litt, nicht nur wegen verschütteter Getränke, auch das Saalparkett.

„Wir haben angesichts dieser Vorfälle ein richtiges Konzept erstellt“, erklärte Thea Beckmann den Jahrstedter Ortschaftsräten nun am Montag. Als Wunschtermin haben die Gymnasiasten den 22. Dezember für die Party ins Auge gefasst. „Das kollidiert höchstens mit Schafkopf, aber der findet ja ohnehin in der Gaststube statt“, hatte Ortsbürgermeister Randy Schmidt schon einmal vorsorglich in den Saalbuchungsplan geguckt.

„Letztes Mal war das Hauptproblem die Unterbesetzung der Security“, haben die Gymnasiasten inzwischen analysiert und kündigten an, dass dies für ihre Party verbessert werden soll. Acht statt nur vier Security-Leute sollen im und vor dem Saal für Sicherheit sorgen, versprachen die beiden Jugendlichen. „Es ist unsere erste Party, die wir organisieren“, räumten die Sarah Riedel und Thea Beckmann gegenüber dem Ortschaftsrat ein. Es sollen weitere folgen, um die Abi-Party im Sommer finanzieren zu können. Die Gymnasiasten werden einen Vertreter als Veranstalter benennen, außerdem mit einer Kunrauer Veranstaltungsagentur zusammenarbeiten. „Es wird strenge Kontrollen des Jugendschutzgesetzes geben“, kündigten die beiden Jugendlichen zudem an. Durch unterschiedliche Bändchen soll den Barleuten sofort erkenntlich sein, wer keinen harten Alkohol ausgeschenkt bekommen darf. Auch die Security soll dies an der Bar kontrollieren. Wer zu viel Alkohol getrunken hat, wird von den Sicherheitsleuten vor die Tür gesetzt. 16- und 17-Jährige dürfen nur mit Begleitpersonen zur Party, auch der Mutti-Zettel ist Pflicht. Für die anschließende Reinigung des Saals soll eine Fachfirma beauftragt werden, Rauchen wird nur in einem extra Raucherbereich gestattet. Ein organisiertes Aufräumen ist geplant und für mögliche Schäden soll eine Haftpflicht abgeschlossen werden, kündigten die beiden Vertreterinnen der Gymnasiasten an. „Aber wir sind optimistisch, dass nichts passiert.“ „Wir wollen, dass der Ruf des Gymnasiums wieder verbessert wird“, versicherten Sarah Riedel und Thea Beckmann den Ortschaftsräten. Künftige Jahrgänge sollten nicht unter dem, was im Vorjahr passiert ist, leiden, wünschen sie sich.

Über die Frage, ob der Saal an die Abiturienten vermietet wird, wollten die Jahrstedter Ortschaftsräte erst im nichtöffentlichen Teil der Sitzung diskutieren. „Ich melde mich dann bei euch“, kündigte Randy Schmidt den beiden Vertreterinnen an.

Von Monika Schmidt

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