Uwe Bartels befürwortet Gründung von Fördervereinen

Lernen vom Blick in andere Bäder

Bei der Freibaderöffnung im Juli informierte Bürgermeister Uwe Bartels (l.) über die notwendigen Reparaturarbeiten. Nach Saisonende lässt er offen, ob die beantragten Fördermittel genutzt werden.
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Bei der Freibaderöffnung im Juli informierte Bürgermeister Uwe Bartels (l.) über die notwendigen Reparaturarbeiten. Nach Saisonende lässt er offen, ob die beantragten Fördermittel genutzt werden.

Klötze / Kunrau – „Beide Bäder haben eine Anziehungskraft und das wollen wir auch weiter fördern“, gibt Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch ein Bekenntnis zum Erhalt der beiden Freibäder in Klötze und Kunrau ab.

Für Kunrau steht das Beheizen des Beckens über eine Lederfördermaßnahme auf der Agenda der Stadt. „Das wird vorbereitet und ist in Planung“, informiert Uwe Bartels.

Auch für das Klötzer Waldbad wurden Leader-Fördermittel beantragt, die aber noch nicht bewilligt sind. Günstig wäre es, wenn Sanierungsarbeiten bereits zügig nach dem Saisonende beginnen würden, damit die Sanierung rechtzeitig vor dem Beginn der nächsten Saison auch abgeschlossen ist. Ob aber überhaupt eine Sanierung in Angriff genommen wird, lässt der Bürgermeister offen. „Ich habe schon andere Ideen“, kündigt er gegenüber der AZ an – ohne weiter ins Detail gehen zu wollen.

Die alten GFK-Platten stellen im Klötzer Waldbad das größte Problem dar. Im Nichtschwimmerbecken wurden sie für diese Saison repariert und das Becken mit Kautschukfarbe angestrichen. So wirkt es leuchtend blau und fast wie neu. Wenn jedes Jahr mit der Farbe gestrichen werde, könne viel erreicht werden, hofft Uwe Bartels. Er habe sich inzwischen einige andere Bäder angesehen und mit den Verantwortlichen gesprochen. „Wir haben uns ausgetauscht, welche Möglichkeiten die anderen nutzen und wollen diese Erfahrungen für uns nutzen“, kündigt der Bürgermeister im AZ-Gespräch an.

Förderverein gründen

Auch der Idee, einen Förderverein zu gründen, wie dies in Kunrau thematisiert wurde, steht er positiv gegenüber. „Das kann aber nicht von uns kommen, sondern es muss aus der Bevölkerung kommen“, macht Uwe Bartels deutlich. Der Förderverein für das Tiergehege in Klötze zeige, dass es laufen kann, erinnert er. Uwe Bartels bittet aber darum, dass sich auch die vorhandenen Vereine beteiligen, schließlich nutzen auch sie die Einrichtungen mit. Wie beim Tiergehege bleibe auch bei den Bädern weiter die Stadt der Träger der Einrichtungen. Die Unterstützung durch Ehrenamtler sei jedoch mehr als willkommen. „Das kann aber nicht der Ortschaftsrat machen, das muss aus der Bevölkerung kommen“, betont Uwe Bartels.

Er hatte an den vorbereitenden Gesprächen im Kunrauer Ortschaftsrat zur Fördervereinsgründung teilgenommen. „Man muss abwarten, wie die sich aufstellen“, erklärte Uwe Bartels. Erst einmal müsse eine Satzung entwickelt und das Drumherum geklärt werden. Dann könnte zur Gründungsversammlung mit Vorstandswahl eingeladen werden.

Auswertung mit DLRG

Für beide Bäder soll es nach dem Saisonende eine Auswertung des ersten Jahres der Zusammenarbeit mit der DLRG gegeben. „Das ist ein Modell, das man weiter anbieten könnte“, schätzt Uwe Bartels ein. Bis auf Kleinigkeiten sei die Saison sehr gut gelaufen. Probleme seien schnell behoben worden. Auch das Frühschwimmen habe sich eingespielt. Die Nutzer seien nun eben erst zu Mittag ins Wasser gestiegen. „Ich habe keine Klagen mehr gehört“, berichtet Uwe Bartels. Für die Stadt sei es wichtig gewesen, das Bad bis abends um 20 Uhr öffnen zu können, damit auch die arbeitende Bevölkerung in den Genuss der nassen Erholung kommen konnte. Dafür musste der Beginn des Badetages nach hinten geschoben werden.

Aufgefallen ist dem Klötzer Bürgermeister bei den Besuchen der anderen Bäder, dass die Eintrittspreise für die beiden Bäder in der Einheitsgemeinde sehr niedrig seien. „Da könnten wir uns an andere anpassen“, hat Uwe Bartels eventuell auch eine Gebührenerhöhung im Blick. VON MONIKA SCHMIDT

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