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Leitfaden für Freiflächen-PV-Anlagen vom Klötzer Stadtrat beschlossen

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Von: Monika Schmidt

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Der Stadtrat von Klötze hat einen Leitfaden für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gebiet der Einheitsgemeinde beschlossen.
Bodenrichtwerte unter 30 Punkten und nicht mehr als 30 Hektar Größe, das sind die Richtlinien, die sich der Klötzer Stadtrat im Leitfaden für Freiflächen-Photovoltaikanlagen gegeben haben. © Monika Schmidt

Mit deutlicher Mehrheit hat der Klötzer Stadtrat bei seiner Sitzung in der vergangenen Woche den Leitfaden für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gebiet der Einheitsgemeinde beschlossen. Es gab zwei Enthaltungen von Peter Gebühr und Uwe Bock (beide UWG) sowie eine Gegenstimme von Marco Wille (UWG).

Klötze – Letzterer hatte bei der Diskussion im Vorfeld seine Gegenstimme angekündigt. „Die Verwaltung sollte beauftragt werden, die Flächen zu benennen, die tatsächlich bebaubar sind“, erinnerte Marco Wille. Das sei nicht erfolgt, stattdessen wurden nur die allgemein möglichen Größen pro Ortsteil benannt (AZ berichtete), kritisierte der Quarnebecker.

„Ich kann nicht erkennen, dass das Konzept der Energiewende genügt“, sagte Marco Wille. Seiner Ansicht nach werden zu viele potenziell nutzbare Flächen für PV-Anlagen durch die von der Stadt getroffenen Regelungen ausgeschlossen. So liegen bei vielen Flächen rund um Klötze die Bodenrichtwerte zu hoch, so dass sie nicht für Freiflächen-PV-Anlagen in Frage kommen. Um eine Fläche nutzen zu können, muss der Bodenrichtwert kleiner als 30 sein. Außerdem sind zahlreiche Flächen südlich der Kernstadt in Richtung Drömling ausgeschlossen, weil sie zu Natur- und Landschaftsschutzflächen gehören.

Klaus Vohs erinnerte die Stadträte und potenzielle Investoren daran, dass der Leitfaden „kein Freibrief“ ist. Denn: „Es wird über jede Anlage noch einmal gesondert abgestimmt“, nannte er einen weiteren Punkt des Leitfadens, der Beachtung finden muss, bevor der Stadtrat einem Projekt zustimmt.

Die Mehrheit der Stadträte war jedoch mit dem im Rahmen einer Arbeitsgruppe entwickelten Leitfaden einverstanden. Raimund Punke lobte das Konzept als „vernünftig“ und sah wenig Probleme auf die Stadt bei Anträgen von Investoren zukommen. Er bedankte sich bei der Verwaltung, besonders bei Elke Borchert: „Sie hat einen sauberen Job gemacht. Mit dem Leitfaden kann man arbeiten.“ Dem schloss sich auch Henry Hartmann an. Er erinnerte daran, dass sich der Arbeitskreis der Stadträte die Entscheidung, welche Regelungen getroffen werden sollen, nicht leicht gemacht hatte. „Das Konzept können wir anwenden, das passt für uns“, war er mit dem Leitfaden sehr zufrieden.

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