Ortsbürgermeister verärgert über Schäden am Kunrauer Schloss / Appell: „Augen offen halten“

Lehrer sollen Schmierer entlarven

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Schmierereien am Kunrauer Schloss konnten in der Vergangenheit immer wieder übergepinselt werden. Bei den neusten Fällen geht das jedoch nicht mehr. Mutmaßlich jugendliche Täter ritzten an der Ostseite in den Putz des Gemäuers.

Kunrau. Uwe Bock, Ortsbürgermeister von Kunrau, ist verärgert. Nachdem es mit Schmierereien und Vandalismus rund um das Kunrauer Schloss in den zurückliegenden Monaten deutlich ruhiger geworden war, wurden vor ein paar Tagen wieder Schäden an dem über 150 Jahren alten Gebäude festgestellt

Doch diesmal beließen es die mutmaßlich jugendlichen Täter nicht dabei, mit Stiften vorzugehen – stattdessen wurde im Schutz der großen Hängebuche mit spitzen Gegenständen in den Putz geritzt. Da helfe auch kein Überpinseln mehr, so Bock.

Der Ortschef appellierte an alle Einwohner, die Augen offen zu halten und gegebenen die Täter zu melden. „Wenn wir erstmal einen haben, kommen wir auch an die anderen ran“, ist Uwe Bock überzeugt. Eine weitere Idee sei es, Lehrer der örtlichen Grundschule zu Rate zu ziehen, die die Schrift vielleicht einem Schüler zuordnen können. „Das ist in einem anderen Fall schon einmal geklappt“, erinnerte der Ortsbürgermeister.

Das Kunrauer Schloss wurde von 1859 bis 1861 für Theodor Hermann Rimpau, dem Leiter der Meliorationsarbeiten im Drömling, erbaut. Über die Leader-Gruppe „Rund um den Drömling“ konnte im Jahr 2010 die Fassade saniert werden.

Von Matthias Mittank

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