Drei verschiedene Lampentypen

LED-Teststrecke an der Lessingstraße: Alfons, Anne und Eva

Als „dekorativ“ wird das Modell Anne beworben, das ein bisschen wie eine Flutlichtanlage aussieht. Die vier LED-Panel können separat geschaltet werden.
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Als „dekorativ“ wird das Modell Anne beworben, das ein bisschen wie eine Flutlichtanlage aussieht. Die vier LED-Panel können separat geschaltet werden.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Klötze – Nicht nur die Stadträte, sondern jeder Einwohner der Einheitsgemeinde Klötze kann sich nun selbst ein Bild machen, wie die Straßenbeleuchtung der Zukunft aussehen kann. Dazu ist an der Lessingstraße in Klötze-Süd eine LED-Teststrecke installiert worden.

„Alle Leuchten sind für die Anwendungsbereiche Anlieger- und Sammelstraßen, Gehwege und Plätze ausgelegt“, erklärt Hauptamtsleiter Matthias Reps.

Wer aufmerksam durch die Orte der Altmark fährt, sieht schon jetzt, dass die Straßenbeleuchtung in jedem Ort anders ist: Mal leuchtet sie hell wie auf einer Flughafen-Startbahn, mal taucht sie den Ort in ein orangefarbenes Licht.

Vorgesehen ist, die neue Straßenbeleuchtung auf die vorhandenen Pfähle zu montieren. Auch durch die unterschiedlichen Aufhängungen der Leuchtmittel an den Laternen unterscheidet sich die Ausleuchtung von Straße und Gehweg, erklärte Matthias Reps im Gespräch mit der AZ. Obwohl der Stadtrat den Beschluss über die LED-Umrüstung für die komplette Kommune versagt hatte, arbeitet die Verwaltung weiter an dem Thema. Denn in einem halben Jahr kann eine neue Beschlussvorlage zu dem Thema in das Gremium eingebracht werden. Damit sich die Mitglieder des Stadtrates dann besser vorstellen können, von welchen Varianten gesprochen wird, hat die Stadt die kurze Teststrecke in Auftrag gegeben.

Vom Abzweig an der Lindenallee sind an der Lessingstraße die ersten fünf Straßenlaternen so umgerüstet worden, dass sie verschiedene Helligkeiten und Funktionen demonstrieren können.

So unterscheiden sich die ersten beiden Leuchten nur in Watt und Kelvinzahl, informiert der Hauptamtsleiter. Die erste Lampe, das Model Alfons, leuchtet mit 66 Watt und einer warmweißen Lichtfarbe von 2200 Kelvin. Die zweite Lampe strahlt nur mit 49 Watt und 3000 Kelvin. Auch die dritte Lampe ist baugleich zu den beiden ersten. Sie leuchtet mit 47 Watt und 4000 Kelvin, aber in neutralweiß. Alle drei Aufsatzleuchten sind automatisch dimmbar. Dazu sind Bewegungsmelder installiert, die erkennen, ob jemand auf der Straße unterwegs ist. Dann schalten die Lampen hoch. „Von zehn Prozent in der Ruhephase geht es auf 100 Prozent Lauflicht“, erklärt Matthias Reps. Wenn sich 90 Sekunden lang nichts auf der Straße bewegt, schalten die Lampen wieder in die Ruhephase.

Auf die vierte Straßenlaterne in der Reihe wurde die „dekorative Mastaufsatzleuchte Anne“ gesetzt. Bei dieser ein wenig nach einem Flutlichmast aussehenden Laterne können alle vier LED-Panel separat geschaltet werden. Obwohl sie nur 17 Prozent an Leistung benötigen, leuchtet die Lampe Straße und Gehweg hell aus.

Die fünfte Straßenlaterne an der Musterstrecke trägt den Namen Eva II. Sie ist asymmetrisch breitstrahlend, benötigt 28 Watt und strahlt mit 3000 Kelvin warmweiß. Die Lampe ist mit einer alterungsbeständigen Linsenoptik ausgestattet.

Alle fünf Musterlaternen sind so geschaltet, dass sie ihre Leistung von 23 bis 5 Uhr auf 50 Prozent dimmen.

Konkrete Planung muss noch folgen

„Was wir an der Lessingstraße sehen, sind lediglich Muster, die verschiedene Möglichkeiten der Ausstattung zeigen“, erklärt Matthias Reps. Welche Leuchten für welchen Bereich ausgewählt werden soll, muss erst dann konkretisiert werden, wenn eine endgültige Planung für einen Abschnitt beginnt. Dabei muss dann auch berücksichtigt werden, wie breit die Straßen und Gehwege sind, die ausgeleuchtet werden sollen. Es spiele auch eine Rolle, ob die Straße geradeaus verläuft oder ob Kurven ausgeleuchtet werden müssen, wie weit die Laternen auseinander stehen und wie hoch die Masten sind. All dies muss bei den Planungen berücksichtigt werden. Ziel der Verwaltung war es zunächst, den Stadträten und Einwohnern die Gelegenheit zu geben, sich ein Bild von den verschiedenen Möglichkeiten der LED-Beleuchtung zu machen.

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