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„Land muss das Geld in die Hand nehmen“

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Damit die Kinder aus Klötze-Süd sicher zur Schule kommen, soll am Klötzer Feuerwehrgerätehaus nahe der Einmündung zum Soll ein weiterer Fußgängerüberweg eingerichtet werden.
Damit die Kinder aus Klötze-Süd sicher zur Schule kommen, soll am Klötzer Feuerwehrgerätehaus nahe der Einmündung zum Soll ein weiterer Fußgängerüberweg eingerichtet werden. © Schmidt

mm Klötze. „Die Behörde muss den Bescheid noch erlassen. “ Darauf wartet der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann schon eine ganze Weile. Der Antrag an den Altmarkkreis wurde bereits im vergangenen Jahr gestellt.

Um mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer in Klötze zu bekommen, die die L 19 zwischen Friedhof und Stadion überqueren wollen, soll dort ein Fußgängerüberweg eingerichtet werden. „Ohne Ampel“, wie Matthias Mann auf AZ-Nachfrage betonte. So sieht es zumindest der Antrag der Stadt vor, der noch beim Altmarkkreis geprüft wird.

Anstoß für den Überweg waren die Fußgänger, die vom Medinaheim zu den Sportanlagen und andersrum von den Wohngebieten zum Friedhof wollen. Die Straße an der Kreuzung Geschwister-Scholl-Straße/Breitenfelder Weg zu überqueren, ist manchmal gar nicht so einfach. Zumal die Fahrzeuge, die aus Richtung Schwiesau in Klötze einfahren, Berg runter häufig schneller sind als erlaubt. Vorsicht ist also geboten. „Wir wollen den Überweg ein bisschen weiter runterziehen“, kündigte Matthias Mann nach einer Beratung mit Vertretern sozialer Einrichtungen im Rathaus an. So soll er nun in Höhe des Feuerwehrgerätehauses platziert werden. Viele Schulkinder aus Süd fahren mit dem Rad über die Feldstraße und queren dann Am Soll die Gardelegener Straße, um in Richtung Zinnberghalle weiterzufahren. Um auch sie sicher über die Straße zu geleiten, soll der Überweg die Fußgänger und Radfahrer an beiden Kreuzungen aufnehmen.

Der Wunsch, mehr Querungen für Fußgänger zu schaffen, existiert in Klötze schon seit Jahren. Bislang scheiterte es an den Landesvorgaben, nach denen alle Überwege an einer Straße identisch gestaltet sein müssen. Da es bislang an der L 19 nur Fußgängerüberwege gab, schied eine Ampel, wie sie zunächst gewünscht war, aus. Inzwischen sind auch unterschiedliche Querungsformen an einer Straße möglich, hatte Manfred Krüger vom Landesbaubetrieb informiert. Die Entscheidung liegt jedoch nicht beim Land. Die Verkehrsbehörde ordnet die Querung an. „Dann muss das Land das Geld in die Hand nehmen und die Anordnung umsetzen“, erklärte Matthias Mann das Verfahren.

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