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Kuseyer Hort bleibt in der Kita-Satzung

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Von: Monika Schmidt

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Der Hort der Kuseyer Grundschule ist in einem Extra-Gebäude an der Dr. Schultz-Lupitz-Straße untergebracht.
Der Hort der Kuseyer Grundschule ist in einem Extra-Gebäude an der Dr. Schultz-Lupitz-Straße untergebracht. © Wolfram Weber

Erst raus, dann rein, dann wieder raus und am Ende doch drinnen: Um den Standort Hort Kusey gab es beim Beschluss zur Kita-Satzung im Klötzer Stadtrat einige Diskussionen.

Klötze – Beim Beschluss über die neue Kita-Satzung im letzten Stadtrat des Jahres ging es gar nicht so sehr um die Kindertagesstätten, sondern vielmehr um den Kuseyer Hort. Da zum 31. Juli 2023 die Kuseyer Grundschule schließt, hatte die Verwaltung den Hortstandort aus der Satzung, die zum neuen Kindergartenjahr ab 1. August in Kraft treten soll, herausgestrichen. Per Beschluss hatte der Hauptausschuss den Hort wieder aufgenommen, da es noch keine Stadtratsentscheidung darüber gegeben habe, wo die Kuseyer Grundschüler künftig den Hort besuchen sollen. Nicht in allen Sitzungsunterlagen war der Hort bis zum entscheidenden Stadtrat wieder aufgeführt worden. Ob das schon eine Vorwegnahme war?, überlegten die Stadträte. Denn Bürgermeister Uwe Bartels stellte vor der Beschlussfassung den Antrag, den Kuseyer Hort wieder aus der Satzung zu nehmen. „Wenn in Kusey kein Grundschulstandort mehr ist, ist es auch nicht notwendig, den Hort dort über den 31. Juli 2023 hinaus zu betreiben“, so die Begründung, die der Bürgermeister verlas. Es sei inzwischen geprüft worden, dass in Kunrau ausreichend Platz für die Hortkinder ist. Zudem hätten sich die Eltern für die Zusammenlegung der Horte ausgesprochen und es würden ansonsten Kosten für den Transport der Kinder aus Kunrau nach Kusey anfallen, so die Argumente der Verwaltung für den Vorschlag. Bei den Stadträten bissen sie damit aber auf Granit. „Der Hort in Kusey hat mit dem Schulstandort nichts zu tun“, stellte Alexander Kleine, SPD-Fraktionsvorsitzender, mit Blick auf die beiden unterschiedlichen Gebäude fest. Auch die Entscheidung über den Schulbezirk spiele dabei keine Rolle. „Ich verstehe den Ansatz des Bürgermeisters nicht“, sagte Kleine. Thomas Mann, CDU-Stadtrat aus Kusey, war „zu viel hätte und könnte“ in den Aussagen des Bürgermeisters. Er wollte genau wissen, für wie viele Hortkinder in Kunrau Platz ist. „Wie groß soll die Erweiterung des Hortes sein? Welche Auflagen müssen wir erfüllen?“, wollte er vom Bürgermeister wissen. Christopher Schürz, zuständiger Sachgebietsleiter im Rathaus, informierte, dass die Stadt noch keine Erweiterung der Betriebserlaubnis beantragt habe. „Das können wir erst machen, wenn wir tätig geworden sind“, erklärte er. Es gebe ein Raumgutachten, in dem auch stehe, wie viele Räume ertüchtigt werden müssen. Das Jugendamt sei aber schon über das Vorhaben der Stadt informiert. „Es ist für 145 Kinder Platz im Hort“, sagte Christopher Schürz. Alexander Kleine wollte wissen, ob geprüft sei, dass 200 Kinder in den Hort passen. „Nein, 200 nicht“, so die Antwort des Sachgebietsleiters. Aber es seien die aktuellen Zahlen für die Berechnung genommen worden. „Aber da kann es doch auch noch Verschiebungen geben“, erinnerte Thomas Mann. Einzig Bürgermeister Uwe Bartels stimmte dafür, den Hort Kusey aus der Kita-Satzung zu nehmen. Die Stadträte lehnten seinen Antrag ab. Die Kita-Satzung inklusive Hortstandort Kusey wurde mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich beschlossen.

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