Klötzer Wasserverband zieht andere Maßnahmen vor

Kuseyer Wasserwerk kann warten

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Wegen Problemen mit der Wasserqualität hat der Klötzer Wasserverband bereits 2018 in das Kuseyer Wasserwerk investiert.

Klötze – Der Klötzer Wasserverband will ein neues Kanalspülfahrzeug anschaffen. Deshalb steht im Investitionsplan des Verbandes eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 120 000 Euro. Geplant ist, den Auftrag im Jahr 2020 auszulösen.

Abgerechnet werden soll der Kauf aber erst im Jahr 2021, informierte Geschäftsführerin Birgit Lange, warum es die Verpflichtungsermächtigung gibt.

Sie ist nötig, damit die Finanzierung abgesichert ist. Da das Fahrzeug ein gutes Jahr Lieferzeit hat, ist es wichtig, die Summe bereits ab 2020 eingeplant zu haben.

Wegen anderer größerer Investitionen, zum Beispiel in die Belüftung des Immekather Klärwerks, wird der Behältertausch im Kuseyer Wasserwerk zunächst zurückgestellt, informierte Birgit Lange weiter. Der Technische Leiter des Verbandes, Detlef Bock, hatte ihr versichert, dass die Investition noch warten könne. „Wir kommen damit im Moment gut klar“, informierte Birgit Lange. Bereits im Jahr 2018 hatte der Verband ins Kuseyer Wasserwerk investieren müssen, da es über Monate Probleme mit der Wasserqualität gab.

Diese sind zunächst abgestellt. Dennoch soll nun die SPS-Steuerung für das Speicherpumpensystem ersetzt werden, da keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind. Der Ersatzneubau des Trinkwasserbehälters in Kusey wurde auf das Jahr 2021 verschoben. Für dieses Jahr sind Planungskosten in Höhe von 30 000 Euro vorgesehen, der neue Behälter selbst wird mit 400 000 Euro veranschlagt. „Der Behälter muss in den nächsten zwei Jahren durch einen Zweikammerbehälter ersetzt werden“, informierte Birgit Lange in der Verbandsversammlung. Dauerhaft könne die Versorgung über den 2018 sanierten Behälter nicht abgesichert werden. Wie genau das Problem gelöst wird, dazu sind noch mehrere Varianten im Gespräch.

Insgesamt plant der Wasserverband für 2020 im Trinkwasserbereich Investitionen von 470 500 Euro. 100 000 Euro davon werden für die Erneuerung von Rohrnetzen benötigt. Einen großen Raum in der Planung nimmt auch die mit der Stadt Klötze geplante Gemeinschaftsmaßnahme im Wohngebiet an der Wasserfahrt ein. Dort werden sowohl die Trinkwasser- als auch die Abwasserleitungen erneuert. „Die Submission ist schon gewesen. Wir kommen mit den Zahlen hin“, informierte die Geschäftsführerin. Die erste Ausschreibung war von den beiden Auftraggebern gestoppt worden, weil die Angebote die eingeplanten Kosten weit überstiegen hatten. Inzwischen hat auch die Stadt Klötze im zweiten Anlauf den Auftrag für die Sanierungsmaßnahme vergeben.

Investieren muss der Klötzer Verband zudem in das Ausweisen der Trinkwasserschutzzonen. Für Klötze und Kusey wurden die Aufträge bereits ausgelöst, für den Bereich Tangeln muss das noch gemacht werden. „Wir müssen Kredite aufnehmen, um investieren zu können“, machte Birgit Lange den Mitgliedern der Verbandsversammlung deutlich. „Wir haben keine Eigenmittel mehr“, erklärte sie. Dennoch verringern sich gleichzeitig die Schulden, konnte sie jedoch auch eine gute Nachricht mitteilen.

VON MONIKA SCHMIDT

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