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Klötzer Stadträte sehen sich in Kusey um

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Von: Monika Schmidt, Wolfram Weber

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Ein Computerraum in einer Schule mit Menschen
Die Klötzer Stadträte besichtigten die Kuseyer Grundschule und sahen sich dabei auch die Fachkabinette an. © Wolfram Weber

Die Kuseyer Grundschule ist von der Schließung bedroht. Um das zu verhindern, luden die Schulvertreter die Stadträte zur Besichtigung ein.

Kusey – Etwa 20 Mitglieder des Klötzer Stadtrates, des Kuseyer Ortschaftsrates und Elternvertreter besuchten die Kuseyer Grundschule, um sich vor Ort ein Bild zu machen über den Zustand des Gebäudes und der Räume sowie die derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten. Das Angebot war entstanden, da die Kommunalpolitiker darüber entscheiden müssen, ob sich die Stadt Klötze weiter drei Grundschulen leisten kann oder ob eine geschlossen werden soll. Treffen würde es dann vermutlich die Kuseyer Einrichtung, da sie genau auf der Mitte zwischen Klötze und Kunrau liegt. Zuvor sollen die Stadträte aber die Gelegenheit bekommen, sich alle drei Grundschulen in der Einheitsgemeinde und ihre Ausstattung anzusehen. Schulleiterin Sandra Trikaliotis informierte die Anwesenden über alles Wissenswerte zur Bildungseinrichtung. Sie berichtete auch über die schwierige Kommunikation vonseiten der Schule mit der Verwaltung und über unbeantwortete Fragen. Die Besucher interessierte, welche Brandschutzmaßnahmen im Schulgebäude umgesetzt werden müssten. Die Ausgaben, die dafür im Stadthaushalt fällig werden, sind ein Grund, warum die Kommunalpolitiker die Schließung in Betracht ziehen.

Sorgen auch um den Erhalt der Turnhalle

Schon bei der jüngsten Stadtratssitzung hatte Thomas Mann, der Stadtratsmitglied und Elternsprecher der Schule ist, für die Besichtigung der Einrichtung geworben, da er den Eindruck hatte, dass viele Stadträte die Grundschule in Kusey gar nicht kennen. Mann, der auch Vorsitzender des TSV Kusey ist, informierte außerdem darüber, dass die Turnhalle auf dem Gelände nicht nur von der Schule genutzt wird. So sei die Turnhalle auch jeden Abend gut ausgelastet. Da die Sporthalle von der Schule aus beheizt wird, fürchtet Thomas Mann bei einer möglichen Schließung der Schule auch den Fortbestand der Sporthalle gefährdet. Mit Interesse sahen sich die Stadträte den Computerraum mit 16 Arbeitsplätzen sowie die Unterrichtsräume mit der interaktiven Tafel, die von der dritten und vierten Klasse genutzt wird, an. Besichtigt wurden auch die Sanitäranlagen sowie die Essenausgabe. Dort werde ein anderer Geschirrspüler benötigt, informierten die Vertreter der Schule. Da täglich etwa 70 Essen ausgegeben werden, ist der Abwasch mit einem Haushaltsgeschirrspüler nicht zu schaffen. Es müsste ein Industriespüler angeschafft werden. Letzte Station der Besichtigung war der Spielplatz, der nicht nur von der Schule, sondern von allen Kindern des Ortes benutzt wird.

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