Unterschiedliche Ansichten im Ortschaftsrat

„Diebstahl“ aus Kuseyer Gaststätte ist aufgeklärt

Die Fassade der Kuseyer Gaststätte Brauner Hirsch. Im Dezember hat der Wirt wegen Corona aufgegeben.
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Die Kuseyer Gaststätte Brauner Hirsch und der angeschlossene Gemeindesaal sollen zum Dorfgemeinschaftshaus werden.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Hat der Wirt der Gaststätte „Brauner Hirsch“ unerlaubt Tanks mitgenommen, als er Kusey verlassen hat? Im Ortschaftsrat gab es zu der Frage unterschiedliche Auffassungen.

Kusey – Ein Grund, warum der Kuseyer Ortschaftsrat im Klötzer Rathaus und nicht in Kusey tagte, lag darin, dass es für die Gaststätte und den Saal noch einen laufenden Pachtvertrag gibt und deshalb diese nicht für Sitzungen genutzt werden können. Bis August ist der „Braune Hirsch“ weiter vermietet, berichtete Ortsbürgermeister Norbert Nieder aufgebracht, nachdem Ortschaftsratsmitglied Klaus Vohs zuvor hartnäckig nachgehakt hatte. Die Kuseyer planen, zumindest den Gemeindesaal als Dorfgemeinschaftshaus umzufunktionieren. Wegen des laufenden Vertrags gibt es dazu aber derzeit keine Handhabe.

Norbert Nieder hatte zuvor in seinem Bericht als Ortsbürgermeister informiert, dass der Kuseyer Gastwirt „am 8. Februar um 17.30 Uhr in Richtung seines neuen Wohnortes“ aus Kusey abgereist ist. Die Aufgabe der Gaststätte hatte Pächter Thomas Rühm mit Corona begründet: Wegen der Pandemie musste der Braune Hirsch im vergangenen Jahr über Monate schließen, auch der Außer-Haus-Verkauf am Wochenende sei keine Rettung gewesen. Deshalb orientierte sich der Wirt mit seiner Frau um und ging zurück in seine alte Heimat, um seinen Lebensunterhalt in einem anderen Bereich zu verdienen.

„Inzwischen ist die Gaststätte sicher verschlossen“, teilte Norbert Nieder mit. Zuvor hatte er über einen „Diebstahl“ berichtet. Es seien Wassertanks entwendet worden. „Der Übeltäter ist ermittelt und er will diese umgehend zurückbringen“, sagte der Kuseyer Ortsbürgermeister. Nach dem Vorfall werde regelmäßig kontrolliert, ob alles in Ordnung ist und das Inventar an Ort und Stelle geblieben ist. „Wir haben da regelmäßig ein Auge drauf“, versicherte Nieder.

Unterschiedliche Ansichten

Der Darstellung eines „Diebstahls“ widersprach Klaus Vohs ganz energisch. Es habe mündliche Absprachen gegeben, dass der Wirt die Tanks mitnehmen dürfe, wusste das Ortschaftsratsmitglied. Nach einem kurzen, erregten Meinungsaustausch und beruhigenden Worten für den aufgebrachten Ortsbürgermeister wurde die Diskussion über das Thema in den nichtöffentlichen Teil verschoben.

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