Im Stadtgebiet Klötze-Süd lösen sich an unendlich vielen Stellen die Betonpflastersteine

Kurz- und langfristige Lösung

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Starke Absenkungen und Verwerfungen der Betonpflastersteine gibt es im gesamten Abschnitt der Theodor-Fontane-Straße im Stadtteil Klötze-Süd.

Klötze. Knapp 25 Jahre ist es her, dass in Klötze-Süd ein neues Wohngebiet entstand. Die Freude der heute etwa 100 Eigenheimbesitzer war damals groß. Doch 25 Jahre später wird die Freude über den schlechten Zustand der Straßen getrübt.

Solche Erhebungen gibt es an zahlreichen Stellen.

Denn fast alle mit Betonsteinpflaster versehenen Straßen mit einem kombinierten Rad- und Gehweg bedeuten eine hohe Unfallgefahr für die Bewohner in diesem Gebiet. SPD-Stadtrat Jörg Kägebein, selbst Anwohner der Theodor-Fontane-Straße, brachte das Problem mit den herausstehenden Steinen und zahlreichen Verwerfungen während der jüngsten Stadtratssitzung zur Sprache. „Es muss eine kurzfristige, aber auch langfristige Lösung geben“, forderte der Sozialdemokrat in Richtung Bürgermeister Uwe Bartels sowie Haupt- und Bauamtsleiter Ulf Dittfach.

Steine ragen aus der Bahnbahnfläche heraus und bedeuten eine Gefahr für Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

Wie Jörg Kägebein betonte, bedeuten die starken Unebenheiten und das Herausstehen von Pflastersteinen eine besondere Unfallgefahr für ältere Menschen, die mit dem Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind. „Wir haben uns damals mit 30 DM Anliegerkosten pro Quadratmeter an der Pflasterung pro Grundstücksgröße beteiligt und das Geld im Rahmen der Straßenausbaubeitragssatzung an die Stadt bezahlt“, merkte Jörg Kägebein. Auch anderen Anwohnern der und anderer Straßen im Gebiet sehen die Stadt in der Pflicht, für die unzähligen Schäden aufzukommen. Denn der Winter steht bald vor der Tür, so ein Anwohner, und wenn dann die unebenen Straßen mit den Verwerfungen mit Schnee bedeckt sind und nicht mehr zu sehen sind, bedeuten sie eine noch größere Unfallgefahr für alle Beteiligten.

Nicht nur dass bei den Straßenbauarbeiten der Untergrund nicht richtig befestigt wurde und es dadurch zu Verwerfungen der Steine kam, ist eine Ursache für den schlechten Zustand der Straßen. Ein weiterer Grund sind die Anpflanzungen von Ahorn- und Wildkirschbäumen, die zwischen dem Straßenabschnitt sowie dem kombinierten Rad- und Gehweg stehen. Denn die Wurzeln heben speziell im Bereich der Bäume die Pflastersteine hoch. Im Klötzer Rathaus ist das Problem bekannt, sagt Ulf Dittfach. „Wir arbeiten an einer technischen Lösung“, antworte er Jörg Kägebein. Der hofft, wie die anderen Bewohner, dass die Unebenheiten durch eine Neupflasterung kurzfristig verschwinden. Für Bürgermeister Uwe Bartels steht hingegen fest, dass solche Bäume, die das Pflaster anheben, in Zukunft in solchen Bereich nicht hingehören.

Von Henning Lehmann

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