Geschwindigkeitsbegrenzung steht auf der Kippe

Kurioses im Klötzer Forst: Weil Schilder wirken, sollen sie weg

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2017 wurde die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der L 19 zwischen Klötze und Schwiesau eingerichtet, weil die Strecke zu den Schwerpunkten bei den Wildunfällen im Kreis gehörte. Das hat sich seitdem geändert.

Klötze / Schwiesau – Die gute Nachricht, die Jens Mösenthin von der Unteren Jagdbehörde des Altmarkkreises vom jüngsten Treffen der Dreibein-Pilotprojektgruppe mitnehmen konnte, war die, dass die Zahl der Wildunfälle an der Landesstraße 19 in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.

Und zwar genau ab dem Zeitpunkt, seitdem die Geschwindigkeit im Wald auf 70 km/h reduziert wurde.

Allerdings, und das ist das Problem, ist diese Geschwindigkeitsreduzierung befristet und muss immer wieder neu beantragt werden. Derzeit ist die Beschränkung bis zum 1. Mai 2020 bewilligt. „Wegen des Pilotprojektes wurde sie immer wieder um ein Jahr verlängert“, erklärt der Mitarbeiter des Altmarkkreises. Hauptbegründung für die Genehmigung der Beschränkung waren die vielen Wildunfälle, die es in dem Abschnitt mitten durch den Klötzer Forst gab.

Da diese Zahl nun aber deutlich zurückgegangen ist, muss um eine erneute Verlängerung der Beschränkung gebangt werden. „Das ist paradox“, sagte Jens Mösenthin bei der Zusammenkunft mit Vertretern der Jagd und der Polizei. Auch die Polizisten bestätigten, dass es für eine Geschwindigkeitsbegrenzung einen konkreten Anlass geben muss. „Bei wenigen Unfällen wird die Begründung dafür schwierig“, meinte auch Peter Klahs vom Salzwedeler Polizeirevier. Nach derzeitigem Stand sehe es für die eine weitere Verlängerung schlecht aus. .

Inzwischen gibt es mehrere Straßenabschnitte im Altmarkkreis, auf denen die Zahl der Wildunfälle deutlich größer ist.  mm

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