Damit Kunrau mehr Einfluss hat

Kunrau: Ortsbürgermeister Uwe Bock tritt zurück

Ein Mann steht vor dem Kunrauer Schloss
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Kunraus Ortsbürgermeister Uwe Bock kündigte seinen Rücktritt an.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Damit Kunrau künftigt mehr Einfluss in der Stadt Klötze hat, tritt Ortsbürgermeister Uwe Bock zurück. Was zunächst unlogisch klingt, macht dennoch Sinn.

Kunrau – Der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock legt sein Amt zum 30. September nieder. Das teilte er im Ortschaftsrat mit. Die Entscheidung hat er sich gut überlegt, wie bei seiner Erläuterung für den Schritt im Rahmen der Sitzung deutlich wurde. Denn: Der Rücktritt soll für die Ortschaft Kunrau einen besseren Informationsfluss aus dem Klötzer Rathaus bewirken, wie Uwe Bock erläuterte. Bislang liegen viele kommunalpolitische Unterlagen nur ihm vor, seinen Ortschaftsräten aber nicht. „Andere sind nicht berechtigt dazu, die Unterlagen zu lesen“, betonte Uwe Bock. Da der Kunrauer aber auch Mitglied des Stadtrates ist – und dies auch bleibt – verspricht er sich von einem Wechsel des Ortsbürgermeisters, dass künftig auch seinem Nachfolger diese Informationen aus dem Stadtrat zugänglich gemacht werden. Dann gebe es schon zwei Personen, die die aktuellen Probleme im Ortschaftsrat vortragen könnten. Mitglied des Kunrauer Ortschaftsrates möchte Uwe Bock nämlich ebenfalls bleiben.

Keine Überraschung für den Rat

Das Kunrauer Gremium wurde von der Ankündigung des Ortbürgermeisters nicht überrascht, denn es war schon zweimal nichtöffentlich über das Vorhaben von Uwe Bock gesprochen worden, wie dieser weiter informierte. Zeitnah soll der Kunrauer Ortschaftsrat wieder zusammentreten, um nach dem 30. September einen neuen Ortsbürgermeister zu wählen. Bis dahin übernimmt ab 1. Oktober Burkhard Hartmann als Stellvertreter die Aufgaben des Ortsbürgermeisters. „Ich mache überall weiter mit“, versicherte Uwe Bock den Einwohnern. Er sieht in der Lösung Vorteile für Kunrau, da der neue Ortsbürgermeister im Stadtrat zwar kein Stimmrecht, aber zu allen Punkten ein Rederecht hat. „Jahrstedt zum Beispiel sitzt mit drei Leuten im Stadtrat“, erinnerte Uwe Bock. Kleinere Orte wie Neuferchau und Trippigleben würden in Form ihres Ortsbürgermeisters ebenfalls an allen Diskussionen beteiligt, erklärte Bock. Kunrau, als einer der größeren Orte der Einheitsgemeinde, soll künftig mehr Gehör in Klötze finden, so der Wunsch. Da zahlreiche jüngere Männer im Kunrauer Ortschaftsrat sitzen, hofft Uwe Bock durch den Amtswechsel zudem auf neue Ideen für die Entwicklung des Ortes.

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