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Kunrauer wollen öfter mit dem Bus nach Brome

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Von: Monika Schmidt

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Die Fahrräder, die an der Kunrauer Bushaltestelle abgestellt werden, sollen künftig in einem Fahrradständer Platz finden.
Die Fahrräder, die an der Kunrauer Bushaltestelle abgestellt werden, sollen künftig in einem Fahrradständer Platz finden. © W. Weber

Kunrau. Viele Kunrauer, vor allem Senioren, sind auf den Bus angewiesen.

Nachdem der Wunsch, mit dem Bus bis zum Klötzer Rathaus zu fahren, zwar umgesetzt wurde, den Kunrauern aber nichts nützt, weil der Rufbus nicht auf vorhandenen Strecken eingesetzt wird, gibt es nun einen neuen Wunsch aus dem Ort. Ralf Kuske brachte das Thema im Kunrauer Ortschaftsrat zur Sprache.

Er erinnerte daran, dass viele Kunrauer gern mit dem Bus nach Brome fahren. Dort ist der Arzt, dort gehen viele zum Einkaufen. Und seit einiger Zeit gibt es auch das Geld nur noch in Brome, da die Bankfilialen in Kunrau geschlossen wurden. „Aber der Busverkehr endet an der Landesgrenze“, wusste das Ortschaftsratsmitglied. „Es muss doch ein Klacks sein, zwei- oder dreimal am Tag einen Anschlussbus nach Brome herzustellen“, so Ralf Kuske.

Von der Kunrauer Bushaltestelle fährt kein Bus nach Brome. Das bedauern die Einwohner und wünschen sich einen Anschluss nach Niedersachsen. Fotos (2): W. Weber
Von der Kunrauer Bushaltestelle fährt kein Bus nach Brome. Das bedauern die Einwohner und wünschen sich einen Anschluss nach Niedersachsen. © W. Weber

Die Idee fanden die Ortschaftsratsmitglieder gut. Gaben aber zu bedenken, dass sie wohl nicht so einfach zu verwirklichen sei. „Vor zwei Jahren hat die PVGS gesagt, dass der Bedarf nicht da ist“, erinnerte sich der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock. Bislang gibt es einen Rufbus, der unter der Woche um 8.50 und um 14.50 Uhr nach Brome fährt, wenn er zwei Stunden vorher bestellt wurde. Zurück geht es dann um 9.36 und um 15.36 Uhr. Somit ist die Zeit für einen Arztbesuch oder fürs Einkaufen zu knapp, wenn man nicht den ganzen Tag in Brome verbringen möchte. Aufgrund der Kosten sei es wohl schwierig, länderübergreifend einen regelmäßigeren Takt auf die Beine zu stellen, befürchteten die Ortschaftsräte. Sie wollen es aber mit einem entsprechenden Antrag versuchen.

Leichter zu regeln ist da wohl das Problem mit den Fahrrädern, die neuerdings zahlreich an der Kunrauer Bushaltestelle abgestellt werden. Um ein bisschen Ordnung in den Fuhrpark zu bekommen, sollte dort ein Fahrradständer aufgestellt werden, regte eine junge Einwohnerin im Ortschaftsrat an. Die Idee fanden die Ortschaftsräte gut. Uwe Bock versprach, sich um einen entsprechenden Ständer zu kümmern. An der Schule könnte ein ungenutzter abgebaut werden, schlug er vor. Damit der Fahrradständer nicht geklaut oder verstellt wird, soll er in der Erde verankert werden.

Von Monika Schmidt

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