„Man muss sich schämen“

Kunrauer Ortschaftsräte fordern Toilettensanierung im Schloss

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Die Toiletten im Eingangsbereich des Kunrauer Schlosses sind kein Aushängeschild für das Gebäude und entsprechen nicht dem Schlosscharakter, kritisierte Ralf Kuske am Montag.

Kunrau. „Das ist kein Aushängeschild“, erklärte Ralf Kuske am Montagabend im Kunrauer Ortschaftsrat. Das Ortschaftsratsmitglied kritisierte den Zustand der Toiletten im Kunrauer Schloss.

„Sie sind nicht in einem Zustand, dass sie dem Schlosscharakter entsprechen“, betonte der Kunrauer. Gerade bei Hochzeiten, die im Standesamt des Schlosses recht zahlreich stattfinden, aber auch bei anderen Feiern im Saal würden die maroden Toiletten ein großer Kritikpunkt der Gäste sein, hatte er in Erfahrung gebracht.

Ein Umstand, der auch Ortsbürgermeister Uwe Bock nicht unbekannt ist. So sei schon der Geruch, der im Eingangsbereich des Schlosses durch die Toilettenanlage verbreitet wird, nicht unbedingt angenehm für die Hochzeitsgäste, wusste er. Uwe Bock betonte aber auch: „Der Stadt ist das bekannt.“ Seit November würden die jüngsten Beschwerden im Rathaus vorliegen.

„Man muss sich teilweise schämen, wie es im Flur aussieht“, erklärte der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock.

Aus den Gesprächen mit anderen Ortsbürgermeistern und aus seiner Erfahrung als Klötzer Stadtrat, konnte Uwe Bock berichten, dass in Sachen Dorfgemeinschaftshäuser ein großes Problem auf die Kommune zukommt. Der Sanierungsbedarf in den kommunalen Sälen und Räumen werden im Laufe der Jahre immer größer. Uwe Bock verwies auf Wenze, wo die Toilettensanierung viel teurer als geplant werde, aber auch auf Schwiesau, wo ebenfalls kräftig investiert werden müsse. Das sei im Vorfeld nicht bekannt gewesen. „Es gibt mehrere Dorfgemeinschaftshäuser, in denen investiert werden muss“, erklärte der Kunrauer Ortsbürgermeister. Denn die Gebäude werden immer älter. „Man wird sich über jedes Dorfgemeinschaftshaus Gedanken zu Reparaturen machen müssen“, befürchtete er. Uwe Bock erinnerte auch daran, dass die Kunrauer auf ihrer Wunschliste an die Stadt auch die malermäßige Instandsetzung der Räume im Schloss vermerkt haben. „Da muss man sich teilweise schämen, wie die Toilette und wie die Flure vorne aussehen“, gab er mit Blick auf den Zustand des Eingangsbereichs im Kunrauer Schloss unumwunden zu.

Von Monika Schmidt

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