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Kunrau: Badsanierung nur mit Fördermitteln finanzierbar

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Von: Monika Schmidt

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Das Becken eines Freibades, mit nur ein bisschen Wasser gefüllt
Schräge Wände wie in Kunrau darf ein Schwimmbecken nicht mehr haben. © Monika Schmidt

Der neu gegründete Arbeitskreis Freibäder des Klötzer Stadtrates tagte zum ersten Mal und beschäftigte sich mit den Möglichkeiten, das Kunrauer Bad zu sanieren.

Klötze / Kunrau – „Der Tenor aus der Beratung ist, dass beide Bäder erhalten werden sollen.“ So fasst Matthias Reps, der derzeit Bürgermeister Uwe Bartels vertritt, das erste Treffen der Arbeitsgruppe Bäder zusammen. Bei der Zusammenkunft hatten schon zu Beginn die Vertreter der Verwaltung deutlich gemacht, dass der aktuelle Antrag auf Fördermittel für Kunrau nicht genehmigungsfähig ist. „Er ist aber nicht abgelehnt“, betont Matthias Reps. Der ursprüngliche Antrag, bei dem es um die Beheizung ging, wurde inzwischen umformuliert in die Erneuerung der Filteranlage. Die Auflagen vom Landesverwaltungsamt waren so, dass sowohl von der Unfallkasse als auch vom Gesundheitsamt Stellungnahmen vorgelegt werden müssen. „Und die sind beide negativ ausgefallen“, teilte der Bürgermeister-Stellvertreter mit. Im weiteren Verlauf der Zusammenkunft habe dann der Planer erläutert, dass bei der Verwendung von Fördermitteln für die Instandsetzung der Bäder unbedingt Firmen mit den Arbeiten beauftragt werden müssen. „Mit privater Eigenleistung geht es nicht“, teilte Matthias Reps mit. Denn damit würde es keine Gewährleistung geben, wenn zum Beispiel Rohre verlegt werden und diese später platzen. Der Planer habe den Anwesenden deutlich gemacht, dass er ohne Auftragsvergabe an Firmen sofort seine Arbeit an dem Projekt einstellen werde. „Irgendwann müssen wir der Behörde Antwort geben, ob wir die Fördermittel nehmen“, sieht Matthias Reps eine zügige Entscheidung für nötig. „Es soll alles getan werden, um das Bad in Kunrau zu erhalten“, gibt der Bürgermeister-Stellvertreter die Meinung des Arbeitskreises wieder. Die Tendenz der Runde geht dabei zu einer kleineren Variante wie beim Beetzendorfer Stölpenbad, auch wenn sich damit die Schwimmfläche in Kunrau reduziert. Der nächste Schritt ist deshalb, dass der Planer prüft, ob es eine kostengünstigere Variante als die 1,5 Millionen-Investition für das Kunrauer Freibad gibt. „Ich hoffe, dass bei allen angekommen ist, dass wir nicht 1,5 Millionen Euro ohne Fördermittel investieren können“, so Matthias Reps abschließend.

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