Fremdenverkehrsverein sucht Alternativen für die Geschäftsstelle

Künftig am Sonntag offen?

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Die Nutzer des Schlosses müssen enger zusammenarbeiten, wenn die Geschäftsstelle nicht mehr unter der Woche besetzt ist. Alternative für den Fremdenverkehrsverein:

Kunrau. Fehlender Nachwuchs ist auch beim Fremdenverkehrsverein Jeetze-Ohre-Drömling ein Problem. „Das liegt aber nicht am mangelnden Interesse, sondern es fehlt eher an der Zeit“, vermutete Vorsitzender Horst Kricheldorf.

Trotzdem soll die Nachwuchswerbung auch weiterhin zu den Hauptaufgaben der Vereinsarbeit gehören. Um mehr Besucher für die Veranstaltungen des Vereins zu interessieren, sollte der Blick auf die Region Wolfsburg gerichtet werden, regte Uwe Bock an. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kulturklub, der auch Mitglieder aus Niedersachsen hat, ist dafür bereits ein Anfang gemacht. „Da bei uns gerade zwei Künstlerinnen aus Wolfsburg ausstellen, kommen recht viele Besucher aus der Region“, konnte René Schneider berichten. Und widersprach damit dem Empfinden von Uwe Bock, dass die Niedersachsen nur bis nach Brome fahren, aber nicht weiter. „Die jungen Leute sprechen von einer Grenze, die sie gar nicht kennen. Aber solange das noch so ist, wird es schwer sein, sie zu uns zu locken“, hatte Uwe Bock festgestellt. Es gebe aber aus dem Raum Wolfsburg sogar die ersten Anfragen für Kremsertouren in diesem Jahr, konnte Inge Bohndieck aus der Geschäftsstelle berichten. Im Vorjahr hatte es kaum Nachfragen gegeben, in diesem Jahr könnten Kremsertouren wieder zum Renner werden.

Ein bevorstehendes Problem für den Verein ist es, dass die Geschäftsstelle ab diesem Monat, wenn die Maßnahme von Inge Bohndieck ausläuft, nicht mehr besetzt ist. „Dann können wir einpacken“, entfuhr es Hilde Heimann bei der Versammlung spontan. Sollte es keinen Ersatz geben, müsse sich der Verein über Alternativen Gedanken machen.

So wurde angeregt, anstelle der täglichen Öffnungzeiten die Geschäftsstelle zumindest am Wochenende zu besetzen, wenn die Drömlingsbesucher unterwegs sind. Das müsste dann allerdings ehrenamtlich von den Mitgliedern übernommen werden. Die Gespräche dazu laufen im Vorstand noch.

Unabhängig von den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle ist der Jahresplan des Vereins. Nächster Termin ist am Sonntag, 17. Mai, der Tag des offenen Gartens. Schloss- und Parkführungen werden in der Zeit von 13 bis 17 Uhr angeboten, außerdem gibt es Kaffee und Kuchen im Schloss. Im Juni übernimmt der Fremdenverkehrsverein beim Sängerfest die Kassierung, im August geht das elfte Schlossfest über die Bühne. „Für das Kulturprogramm und als Händler können sich noch Interessierte melden“, informierte Geschäftsführerin Gabriele Bock. „Es könnten noch einige Aussteller dazukommen, damit die Wiese gut gefüllt ist“, hoffte sie. Im September öffnet der Verein zum Tag des offenen Denkmals das Schloss, für den Monat Oktober werden noch Vorschläge entgegengenommen. Im November steht das Adventsbasteln auf dem Plan, im Dezember wird es einen Weihnachtsmarkt am Kunrauer Schloss. Dazu werden im Sommerhalbjahr monatlich an jedem vierten Dienstag Radtouren durch die Umgebung organisiert.

Von Monika Schmidt

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