Nur ein öffentliches Gebäude pro Ortschaft in der Stadt Klötze

Stadträte brauchen Fingerspitzengefühl

Das Dorfgemeinschaftshaus in Dönitz
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Künftig könnte es in jeder Ortschaft der Einheitsgemeinde Klötze nur noch ein öffentliches Gebäude geben.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Fingerspitzengefühl benötigen die Klötzer Ortschaftsräte, wenn sie einen Punkt im kürzlich beschlossenen Integrierten Entwicklungskonzept umsetzen wollen.

Klötze / Neuferchau – Während im Hauptausschuss noch ein Vertreter des beauftragten Planungsbüros das Integrierte Entwicklungskonzept (IGEK) der Einheitsgemeinde Klötze im Detail erläutert hatte, übernahm diese Aufgabe im Stadtrat Elke Borchert aus der Klötzer Verwaltung. „Wir brauchen das IGEK als Baustein für die Fördermittelbeantragung“, verdeutlichte sie den Stadträten. Sie habe versucht, alles, was aus den Ortsteilen zum Thema eingereicht wurde, zu berücksichtigen. „Das IGEK ist der Kompass für künftige Entscheidungen“, erklärte sie weiter. Bei den Prognosen wurden zum 31. Dezember 2020 noch einmal neue Zahlen aufgenommen, „es gibt keine gravierenden Abweichungen, die Zahlen sind noch aktuell“, erklärte sie weiter. Da das Konzept kontinuierlich fortgeschrieben wird, sei es kein Problem, in ein paar Jahren die Statistiken noch einmal neu errechnen zu lassen. Die Herausforderung bei dem Konzept sei der Spagat zwischen der Kernstadt und dem Erhalt der Infrastruktur in den Ortsteilen gewesen. „Es wird uns nicht gelingen, alles zu erhalten. Das ist schon absehbar“, sagte Elke Borchert. Deshalb werde in dem Konzept auch der Wunsch formuliert, „in jedem Ortsteil mindestens ein öffentliches Gebäude zu erhalten, in dem sich die Bürger treffen können, damit die Orte nicht zu Schlafstätten werden“, erklärte sie. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in Zukunft öffentliche Gebäude geschlossen werden. „Es ist Fingerspitzengefühl gefragt“, gab sie den Stadträten mit auf den Weg.  

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