Mögliche Nachnutzung der Zinnbergschule soll dann geprüft werden

Kreis will erst den Auszug der Schule abwarten

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Noch ein paar Tage, bis zum Beginn der Sommerferien, wird das Schild „Sekundarschule Beetzendorf“ an der Klötzer Zinnbergschule hängen. Was nach dem Auszug der Beetzendorfer aus dem Gebäude wird, will der Kreis erst danach entscheiden. 

Klötze. Das laufende Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen. Bald werden die Beetzendorfer Sekundarschüler wieder ihre Koffer packen. Während der Sommerferien erfolgt der Rückzug an den Standort Beetzendorf.

Für ein Jahr war die Klötzer Zinnbergschule während des großen Umbaus in Beetzendorf das Ausweichquartier für Schüler und Lehrer aus der Burggemeinde.

„Was wird, wenn die Beetzendorfer ausziehen“, fragte sich schon im November der Kreis-Bildungsausschuss bei einer Besichtigung des Ausweichquartiers. Die Mitglieder des Gremiums stellten vor Ort fest, dass die ehemalige Zinnbergschule eigentlich in einem recht guten Zustand sei. Sie sprachen sich dafür aus, das Gebäude auch weiter als Schule zu nutzen. „Das Gebäude darf nicht leer stehen“, sagte im November beispielsweise Ausschussvorsitzende Angelika Scholz (Linke) während der Diskussion des Gremiums um die Nachnutzung. Und auch Uwe Hundt sprach sich für einen Fortbestand als Schulgebäude aus. Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkkreises, informierte auf AZ-Anfrage, dass es bei der Bildungsausschusssitzung zwar „eine Nachfrage“ zur Nachnutzung des Gebäudes gegeben habe, der Ausschuss hätte aber keinesfalls die Forderung aufgemacht, die Schule weiter zu nutzen. Was genau mit der Zinnbergschule passieren wird, ist noch offen. „Der Landkreis wird nach Auszug der Sekundarschule die Nachnutzung des Gebäudes prüfen“, so die Information der Pressesprecherin auf die AZ-Anfrage.

Als 2015 der Lernbehinderten-Schulstandort Klötze aufgegeben wurde, stand das Gebäude zunächst leer. Zahlreiche Gerüchte über eine Nachnutzung machten in der Stadt die Runde, bezogen wurde das Gebäude bis zum Einzug der Beetzendorfer Sekundarschule im Sommer 2017 nicht wieder. Die Vertreter des Landkreises wiesen in der Bildungsausschusssitzung im November auch darauf hin, dass der gute Eindruck des Schulgebäudes mit neuen Fenstern und Brandschutztüren etwas täusche. So sei beispielsweise das Dach der Zinnbergschule undicht. Bei einer längerfristigen Nutzung des Gebäudes seien größere Investitionen nötig.

Von Monika Schmidt

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