Kreis plant keinen Rückbau

Bahnübergang und Kreisstraße nach Wenze werden nicht saniert

Blick auf den Bahnübergang ins Kuseyer Gewerbegebiet.
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Wenn schon die Gleise in der Straße bleiben müssen, sollten am Bahnübergang ins Kuseyer Gewerbegebiet wenigstens die beiden Senken entfernt werden.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Kusey – „Das war mir klar“, stellte Einwohner Detlef Kornelsen im Kuseyer Ortschaftsrat fest. Dort hatte Ortsbürgermeister Norbert Nieder informiert, dass die gewünschte Sanierung des Bahnübergangs am Köckter Weg noch auf sich warten lasse. „Das ist auf unbestimmte Zeit verschoben, weil die Kostenübernahme nicht geklärt ist“, teilte er den Ortschaftsräten und Einwohnern in seinem Bericht mit. Auch im Klötzer Hauptausschuss war das Thema zur Sprache gekommen. Dort hatte Sachgebietsleiter Gordon Strathausen informiert, dass das Land „möglicherweise“ Kostenträger für den Rückbau sein könne (AZ berichtete). 

Um die Belastung der Anlieger durch die klappernden leeren Lkw und Traktorenanhänger zu verringern, bat der Einwohner den Kuseyer Ortschaftsrat inständig, doch zumindest die Straße vor den Schienen in Richtung Gewerbegebiet zu sanieren. „Damit das Geklapper aufhört“, begründete er seinen Antrag. Es gebe von der Klötzer Straße kommend zwei Querungen vor den Schienen, die so weit abgesackt sind, „dass die Anhänger springen“, berichtete der Anlieger den Ortschaftsräten. Bei der Sitzung wurde aber auch darauf verwiesen, „dass der Zustand an der Dr. Schultz-Lupitz-Straße viel schlimmer ist“. Da es sich dabei aber um eine Kreisstraße handelt, sind der Stadt die Hände gebunden. „Ich werde das als Kreistagsmitglied im Kreistag ansprechen“, versprach Wolfgang Mosel den Einwohnern. Er erinnerte daran, dass es schon vor einigen Jahren Pläne des Kreises gab, die gesamte Straße zu sanieren. Umsetzen konnte der Kreis aber nur das Stück in Richtung Immekath. Bei der anderen Seite in Richtung Wenze scheiterte die Sanierung an der fehlenden Einigung über den Rückbau des Bahnübergangs. „Als Kreistagsmitglied muss man sich schämen für die Straße“, gab der Linken-Politiker zu.

Offen ist, ob das Anliegen von Wolfgang Mosel in Salzwedel Gehör finden wird. Denn, wie der Altmarkkreis auf Anfrage der AZ informiert, ist kein Rückbau des Bahnübergangs an der Kreisstraße geplant. Es gebe auch keine Vereinbarungen zwischen der DRE und dem Altmarkkreis zu diesem Vorgang, teilt Inka Ludwig, Pressesprecherin des Kreises, weiter mit.

Die DRE ist für den Bahnübergang unterhaltungs- und sanierungspflichtig. Also müsste es zuerst Vereinbarungen mit dem Unternehmen geben, um einen Rückbau in die Wege zu leiten.

Doch nicht nur der Bahnübergang, auch der gesamte Straßenabschnitt von der Kreuzung Klötzer Straße bis zum Ortsausgang Richtung Wenze ist in keinem guten Zustand. Dennoch: „Ein grundhafter Ausbau des Straßenabschnittes ist nicht geplant“, informiert die Kreissprecherin weiter. Die Unterhaltung der Straße erfolge durch die Kreisstraßenmeisterei in Klötze.

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