Krebspatienten Mut machen

Etwa 40 Regenbogenfahrer legten am Dienstag auf ihrer Tour von Magdeburg nach Wolfsburg einen Zwischenstopp in Oebisfelde ein.

Oebisfelde - Von Renate Heinze. Mit ihrer sportlichen Leistung wollen sie anderen krebskranken Kindern und ihren Eltern Mut machen. Mit der 600 Kilometer langen Tour demonstrieren die 40 jungen Regenbogenfahrer, dass man auch nach der Krankheit wieder leistungsfähig sein kann. Am Dienstag machten die ehemaligen Krebspatienten aufihrer Etappe Magdeburg-Wolfsburg in Oebisfelde Station.

40 junge Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend die lebensbedrohliche Krankheit besiegt haben, sind derzeit topfit auf dem Fahrrad unterwegs. Auf ihrer 600 Kilometer langen Tour, Start war am 21. August in Erfurt, besuchen sie krebskranke Kinder in acht Kliniken. „Die Diagnose Krebs ist für alle Beteiligten ein schwerer Schock. Die Therapiezeit ist hart und für jede Familie eine enorme Belastung“, berichtete Andrea Wagner aus eigener Erfahrung. Die junge Frau steht noch ganz unter den Eindrücken, die sie bei dem Besuch in der Magdeburg Klinik erlebte: „Wir haben mit den Kindern gesprochen, ihnen Mut gemacht und ihnen gesagt, dass es sich lohnt zu kämpfen. Wir haben es geschafft, ihr könnt es auch schaffen. Als wir mit den Rädern losfuhren, winkten sie uns vor der Tür nach. Das war schon sehr emotional.“

In solchen Situationen werden die Regenbogenfahrer oft mit Erinnerungen an ihre Krankheit, die sie erfolgreich besiegt haben, konfrontiert. „Das ist nicht selten eine seelische Belastung. Deshalb ist das Mindestalter unserer Teilnehmer auch 18 Jahre. Nach oben hin gibt es altersmäßig keine Begrenzung“, sagte Nicole Klaudt, die bereits das achte Mal an einer Regenbogenfahrt teilnimmt.

Ziel der 18. Radtour wird Bremen sein. „Heute sind wir etwa 100 Kilometer gestrampelt. Das war die letzteKönigsetappe. Morgen werden wir die Strecke Wolfsburg-Braunschweig abradeln. Mit knapp 50 Kilometer ist das eine richtige Erholung“, so Andrea Wagner schmunzelnd. Die Strecke von Magdeburg in die Allerstadt hat die junge Frau genossen: „Es war eine schöne Straße, die Gegend hier ist sehr idyllisch. Die Polizei hat uns hervorragend begleitet und abgesichert.“

Bürgermeisterin Silke Wolf, die sich beeindruckt von der Aktion zeigte, überreichte den Regenbogenfahrern vor ihrer Abfahrt eine Spende. Sie hatte die Radfahrer gemeinsam mit Ortsbürgermeister Sven Groneberg in der Allerstadt begrüßt.

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