Stadt will für die Container-Lösung Fördermittel beantragen

„Kostenexplosion“ bei Schwiesauer Kita-Bau

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Platz ist auf dem Kita-Gelände in Schwiesau ausreichend vorhanden, um die geplanten Container aufzustellen. Das Vorhaben verzögert sich aber, weil die Stadt es derzeit nicht finanzieren kann.

Schwiesau – In diesem Jahr wird die Schwiesauer Kita nicht mehr in einen Containerbau umziehen. Dabei war das zu Jahresbeginn noch das große Ziel der Verwaltung. Doch die Behördenmühlen mahlen manchmal sehr langsam.

Seit Ende 2017 gibt es die Idee von Bürgermeister Uwe Bartels, statt eines Um- oder Neubaus der Kindertagesstätte in Schwiesau, auf eine Containerlösung auszuweichen.

So sollte möglichst schnell eine Lösung für das marode Gebäude gefunden werden. Container hatte sich der Bürgermeister bereits bei den Nachbarn in Brome angesehen und war von der Flexibilität ganz begeistert. Falls die Container mal nicht mehr am Standort Schwiesau benötigt werden, können sie an einen anderen Kita-Standort umgesetzt werden, so der Hintergedanke bei der Containerlösung.

Doch es kam anders. Der Aufbau der Container und die damit verbundene Überprüfung eines neues Raumkonzepts mussten beim Altmarkkreis angezeigt werden. Die Behörde prüfte gründlich. Das komplette Jahr 2018 verging, ohne dass Container für Schwiesau bestellt wurden. Beharrlich fragte Manfred Hille, Stadtratsmitglied und seit Mitte 2019 auch Ortsbürgermeister von Schwiesau, bei der Verwaltung nach dem Stand der Dinge.

Noch im Sommer hieß es vom Bürgermeister Uwe Bartels: „Ich würde das gern 2019 abschließen“, die Bestellung für die Container sei praktisch nur noch eine Formsache. Auch Ende August war die Verwaltung noch optimistisch, im Oktober lag schließlich auch die positive Stellungnahme des Altmarkkreises für das Projekt vor. Neues Ziel des Stadt-Bürgermeisters war es, die Container Anfang 2020 aufstellen zu können.

Stadt will Fördermittel beantragen

Doch auch davon ist inzwischen keine Rede mehr. Im Gespräch mit der Altmark-Zeitung gibt sich Uwe Bartels beim Thema Schwiesau zurückhaltend. „Wir müssen erst abwarten, wie der Haushalt aussieht“, informiert er. Dabei steht das Vorhaben eigentlich mindestens seit 2018 im Etat der Stadt. Doch wie bei allen Baumaßnahmen scheinen auch der Kauf und die Ausstattung der Container teurer zu werden, als die Stadt erwartet hatte.

„Wir müssen im nächsten Jahr gucken, ob wir dafür Fördermittel kriegen können“, schlägt der Bürgermeister nun eine neue Richtung ein. Bislang wollte die Stadt – im Gegensatz zum geförderten Neubau der Kuseyer Kita – die Container für Schwiesau aus eigenen Haushaltsmitteln anschaffen. Dafür reicht das Geld nun nicht mehr. „Vielleicht gibt es Möglichkeiten vom Land für eine Förderung“, hofft Uwe Bartels. „Es hat eine wahre Kostenexplosion gegeben“, begründet er, warum nun Fördermittel beantragt werden sollen. „Das wird dieses Jahr nichts mehr mit dem Kauf“, teilt er auf Anfrage weiter mit. Bis Fördermittel beantragt und bewilligt sind, werden auch im neuen Jahr noch einige Monate ins Land gehen.

VON MONIKA SCHMIDT

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