Kostenaufstellung wird am kommenden Mittwoch dem Klötzer Stadtrat vorgelegt 

„Wir repräsentieren die Stadt weltweit“

Die Entscheidung, welche Variante gebaut werden soll, müsse dann aber der Klötzer Stadtrat treffen.
+
Die Entscheidung, welche Variante gebaut werden soll, müsse dann aber der Klötzer Stadtrat treffen.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
    schließen

Der Kraftraum an der Zinnberghalle in Klötze soll erweitert werden. Dafür hat sich Günter Lüdecke im Namen der Klötzer Kraftsportsparte während der jüngsten Stadtratssitzung ausgesprochen. Der bisherige Raum sei zu klein, hieß es.

VON MONIKA SCHMIDT

Klötze – Im Namen der Klötzer Kraftsport-Sparte des VfB war Günter Lüdecke zur jüngsten Stadtratssitzung gekommen, um für die Erweiterung des Kraftraums an der Zinnberghalle zu werben.

Eingangs zählte er die Erfolge der Klötzer Kraftsportler in den vergangenen Jahren auf. 1980 wurde die Sparte gegründet, 2010 wurden die Klötzer Deutscher Mannschaftsmeister. 1998, nach dem Bau der Zinnberghalle, bezogen die Kraftsportler den dortigen Kraftraum. „Wir waren froh, aus dem Keller der BBS herauszukommen“, sagte der Spartenleiter.

Für die damalige Zeit waren die Bedingungen ausreichend. Dann aber traten viele Jugendliche dem Verein bei, der Kraftsport gewann an Bedeutung. Inzwischen gibt es über 60 Mitglieder. Errungen haben sie 365 Landesmeistertitel, 94 Deutsche Meistertitel, zwei WM-Titel, es gab 22 EM-Teilnahmen mit 17 Medaillen und 28 WM-Teilnahmen mit 14 Medaillen. „Wenn das nichts ist...“, stellte der Spartenleiter in den Raum. „Mehr Erfolge für die Stadt gehen eigentlich nicht.“ Um die Arbeit der Kraftsportler zu würdigen, sollte der Anbau erfolgen.

Zu eng für das Training

„Der Kraftraum ist zu klein“, machte der erfolgreiche Senioren-Sportler deutlich. Es ist zu eng für das Training. Damals, als die Zinnberghalle entstand, sei die Sparte nicht gefragt worden, welche Bedingungen sie benötigt, es wurde einfach gebaut. Entstanden ist dabei ein Kraftraum, der zwar für Übungen anderer Sportler reiche, aber für den professionellen Kraftsport nicht ausreichend ist.

„Seit 2007 hegen wir den Gedanken für eine Erweiterung, 2008 wurde ein Projekt gemacht“, berichtete Lüdecke den Stadträten. Allerdings war damals der VfB Klötze „schwach auf der Brust“, was das Finanzielle betrifft. Deshalb wurde aus dem Projekt nichts. 2019 wurde ein neuer Anlauf gestartet. Dass die geschätzten Kosten inzwischen stark angestiegen sind, wundert den Spartenleiter. „Vielleicht sollte die Stadt den Architekten wechseln“, schlug er vor.

Dass die Klötzer Kraftsportler eher einen Anbau favorisieren als die nun diskutierte kleinere Variante mit einem Innenausbau, das wollte Günter Lüdecke den Stadträten noch einmal nahe bringen. Dennoch hätte bei einer Befragung durch die Verwaltung der Vorstand nach dem Motto „Lieber den Spatz in der Hand...“ auch einem Innenausbau zugestimmt.

„In den nächsten 14 Tagen wird es soweit sein“

Wenn nur überhaupt endlich etwas gebaut werde. „Wenn es gar nicht anders geht, würden wir dem Innenausbau zustimmen“, so Lüdecke. Er fragte nach dem Stand der Dinge. „Die Zuarbeit des Statikers über die tragenden Wände fehlt noch“, antwortete Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps. Wenn ein Entwurf für die Kostenberechnung vorliege, werde er sich noch einmal an den Spartenleiter wenden, versicherte er. „In den nächsten 14 Tagen wird es soweit sein“, kündigte Matthias Reps an. Auf Anregung des Stadtratsvorsitzenden Klaus Ewertowski sollen diese Unterlagen dann auch, ebenso wie das Brandschutzkonzept, den Stadträten zur Verfügung gestellt werden.

Christopher Schulz, Vize-Präsident des VfB Klötze, machte im Stadtrat noch auf ein anderes Problem aufmerksam: Wenn in der Zinnberghalle der geplante Innenumbau gemacht werde und dafür Umkleidekabinen wegfallen, könnte der VfB keine Hallen-Kreismeisterschaften mehr ausrichten. „Es muss doch wertgeschätzt werden, dass wir die Stadt weltweit repräsentieren“, hoffte der Vize-Präsident. Da Matthias Reps zu den Kosten für das Projekt noch keine Antwort geben konnte, schloss Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski den Punkt mit dem Hinweis: „Die Antwort ist für alle unbefriedigend.“

Kostenaufstellung wird am Mittwoch beim Stadtrat vorgelegt

Wie Hauptamtsleiter Matthias Reps auf AZ-Anfrage informierte, liegt die Kostenaufstellung inzwischen vor und soll beim Stadtrat am Mittwoch vorgelegt werden. Ob und wie die kleinere Variante auch förderfähig ist, dazu wartet die Verwaltung noch auf eine Stellungnahme des Fördermittelgebers. Auf jeden Fall soll zuvor noch mal mit dem VfB gesprochen werden, versicherte Matthias Reps. Die Entscheidung, welche Variante gebaut werden soll, müsse dann aber der Stadtrat treffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare