Leiterin Anja Dietrich wünscht sich räumliche Veränderungen

Konzept für Klötzer Bibliothek gefordert

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Bibliotheksleiterin Anja Dietrich soll erst ein Konzept erstellen, wie sie die Bibliothek entwickeln will. Erst danach ist die Verwaltung zu Gesprächen über räumliche Veränderungen, wie im Veranstaltungsraum im Obergeschoss, bereit.

Klötze – Von „baulichen und personellen Problemen in der Klötzer Bibliothek“ hatten die Kommunalpolitiker der Linkspartei erfahren, als sie das Gespräch mit der neuen Bibliotheksleiterin Anja Dietrich suchten (wir berichteten).

Stefan Thodte berichtete im Klötzer Hauptausschuss über die Wünsche, die die Kommunalpolitiker von der Leiterin übermittelt bekommen hatten.

So fehlt beispielsweise ein Büro für die Leiterin, machte Stefan Thodte auf einen Wunsch aufmerksam. Auch Regale fehlen und die Ausstattung der Arbeitsplätze sei nicht perfekt. „Was ist für die Bibliothek geplant?“, wollte er von Kämmerin Elke Oelze wissen. „Für die Ausstattung ist etwas geplant, aber baulich ist nichts im Haushalt vorgesehen“, antwortete diese.

Der Wunsch nach baulichen Veränderungen in der Einrichtung ist auch schon bei Hauptamtsleiter Matthias Reps vorgetragen worden. Unter anderem geht es um die barrierefreie Erreichbarkeit der Einrichtung. Doch bevor sich die Verwaltung mit baulichen Veränderungen, die in dem historischen Gebäude nicht einfach sind, beschäftigt, soll die Bibliotheksleiterin zunächst die „konzeptionelle Ausrichtung“ darlegen.

Der Wunsch der Bibliotheksleiterin habe sich in erster Linie auf den Veranstaltungsraum im Obergeschoss bezogen. Dort soll der bisherige Chronistenraum, der sich an den Veranstaltungsraum anschließt, weggenommen werden.

Die Chronisten bekommen einen Raum auf der anderen Seite des Flurs, der Umzug läuft. Dann könnte der Veranstaltungsraum erweitert werden, so die Anregung der Bibliotheksleiterin. Matthias Reps informierte im Stadtrat, dass er diese Veränderung erst einmal infrage gestellt habe.

Klaus Ewertowski erinnerte daran, dass die Stadt vor einigen Jahren Rollregale für die Bücher im Untergeschoss angeschafft habe. „Der Ansatz war, die Regale unten wegzurollen bei Veranstaltungen“, erinnerte er. Denn viele Menschen hätten Schwierigkeiten, die steile Treppe ins Obergeschoss zu nutzen.

Ziel war es, die Veranstaltungen zur besseren Erreichbarkeit ins Untergeschoss zu verlegen. Der Einbau eines Fahrstuhls war damals schnell wieder verworfen worden. Zum einen spielte der Denkmalschutz nicht mit, zum anderen war der Platz auch zu gering. Zwar sei das Verschieben der Regale ein „zusätzlicher Aufwand für die Bediensteten“, so Klaus Ewertowski. „Aber ich frage mich, wozu da das Rad neu erfunden werden soll.“ Der Aufwand entspreche nicht dem Nutzen, stellte Klaus Ewertowski fest. Bürgermeister Uwe Bartels bedankte sich für den Hinweis des Stadtratsvorsitzenden. Das seien Dinge, die der neue Hauptamtsleiter nicht wissen könne.

Konzept und Umbau sollten noch einmal mit der Bibliotheksleiterin besprochen werden, regte Uwe Bartels an. Ein Konzept sei allerdings eine Grundvoraussetzung, um über das Thema Umbau zu diskutieren, betonte der Bürgermeister.

VON MONIKA SCHMIDT

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