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Konikherde soll erlebbar werden

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Von: Matthias Mittank

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Nach der Umsiedlung der derzeit noch bei Böckwitz weidenden Konikherde (Symbolfoto) soll diese vom Beobachtungsturm an der alten Bahnlinie (kleines Foto) im Norddrömling beobachtet werden können. Fotos (2): Mittank / dpa
Nach der Umsiedlung der derzeit noch bei Böckwitz weidenden Konikherde, soll diese vom Beobachtungsturm an der alten Bahnlinie im Norddrömling beobachtet werden können. © Symbolfoto: dpa

Böckwitz / Steimke. Neben den Heckrindern bei Röwitz und den Wasserbüffeln bei Piplockenburg hat der Drömling auch eine Herde der Ponyrasse Konik zu bieten.

Die Weide im Böckwitzer Drömling, auf der die Tiere der polnischen Landrasse grasen, wird jedoch nur selten von Besuchern des Niedermoorgebietes aufgesucht. „Grund ist die versteckte Lage zwischen Ohre und Landesgrenze am Rande des Totalreservates“, erklärt Matthias Kausche, Geschäftsführer des Zweckverbandes Natur- und Kulturlandschaft Drömling.

Die robusten Pferde sollen künftig jedoch erlebbarer gemacht werden – speziell für die Radtouristen im Drömling. So plane der Zweckverband gemeinsam mit dem Halter, wie Kausche im Gespräch mit der AZ erklärte, die Herde aus dem Böckwitzer Bereich in die Gemarkung Jahrstedt-Steimke umzusiedeln. Ein idealer Standort konnte mit einer etwa 25 Hektar großen Fläche in der Nähe des Beobachtungsturmes an der alten Bahnlinie im Norddrömling bereits gefunden werden. Der Zweckverband ist Eigentümer der Fläche und werde diese an den Halter verpachten.

Die halboffene Weidelandschaft, so die Pläne, soll genug Nahrung und Platz für zehn bis maximal 13 Pferde bieten. Ein entsprechender Förderantrag für die Einzäunung mittels Eichenpfählen und das Aufstellen von Informationstafeln sei bereits eingereicht worden. Mit einer Umsetzung könne frühstens im Juli 2017 gerechnet werden, so Kausche. Die Ausschilderung der Weide soll im Zuge der über das Leader-Programm beantragten Radwegebeschilderung im Drömling erfolgen.

Ob sich die etwa zehnjährige Hirschkuh, die sich bereits als Kalb den Koniks angeschlossen hatte, den Umzug der Herde mitmacht, bleibt abzuwarten. Nach einer bereits vor Jahren erfolgten Umsiedelung war das Tier nach einiger Zeit plötzlich wieder bei den Pferden aufgetaucht.

Von Matthias Mittank

Das KonikDas Konik ist eine Ponyrasse aus dem mittel- und osteuropäischen Raum. Die Ponys sind sehr robust und finden Verwendung sowohl in der Landwirtschaft als auch bei der Erhaltung von Naturschutzgebieten. Genetische Studien widersprechen der Ansicht, beim Konik handele es sich um eine überlebende Form der Wildpferde Osteuropas. Das Konik ist eine polnische Landrasse, die aus sehr robusten Landschlägen aus der Bilgoraj-Region hervorging. Bis noch ins 19. Jahrhundert existierten in Osteuropa, besonders in Polen, wilde Pferdepopulationen, die auch gejagt wurden. Ob diese echte Wildpferde oder verwilderte Pferde oder Hybride waren, ist bis heute unklar, der Einfluss durch Hauspferde ist jedoch belegt. (Quelle: Wikipedia)

Das Konik
Das Konik ist eine Ponyrasse aus dem mittel- und osteuropäischen Raum. Die Ponys sind sehr robust und finden Verwendung sowohl in der Landwirtschaft als auch bei der Erhaltung von Naturschutzgebieten. Genetische Studien widersprechen der Ansicht, beim Konik handele es sich um eine überlebende Form der Wildpferde Osteuropas. Das Konik ist eine polnische Landrasse, die aus sehr robusten Landschlägen aus der Bilgoraj-Region hervorging. Bis noch ins 19. Jahrhundert existierten in Osteuropa, besonders in Polen, wilde Pferdepopulationen, die auch gejagt wurden. Ob diese echte Wildpferde oder verwilderte Pferde oder Hybride waren, ist bis heute unklar, der Einfluss durch Hauspferde ist jedoch belegt. (Quelle: Wikipedia)

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