„Die Feuerwehr ist uns nicht egal“

Kommunikation zwischen Stadt Klötze und Ehrenamtlichen verbessern

  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Klötze – Bei der jüngsten Wehrleiterdienstberatung in der Einheitsgemeinde Klötze ging es in erster Linie um die Neubesetzung der Stelle des Stadtwehrleiters (AZ berichtete). Aber noch weitere Themen wurden bei der Zusammenkunft der Ortswehrleiter, der Stadtwehrleitung und der Stadt besprochen, wie Hauptamtsleiter Matthias Reps die Mitglieder des Hauptausschusses und des Stadtrates informierte.

Arbeitsgruppen der Freiwilligen Feuerwehr in der Einheitsgemeinde sollen die Kommunikation mit der Verwaltung verbessern.

So wurde die Jahresstatistik der Einsätze vorgestellt und ausgewertet. Außerdem ging es um die künftige Ausrichtung der Ortswehren. Damit die Wehren einsatzbereit sind, muss ortsübergreifend zusammengearbeitet werden. Informiert wurde bei der Beratung auch über den Stand der Risikoanalyse, die in diesem Jahr unbedingt fortgeschrieben werden muss. Dazu wurde ein Auftrag extern vergeben. Der zuständige Mitarbeiter hat sich unter anderem schon alle vorhandenen Feuerwehrgerätehäuser in der Einheitsgemeinde angesehen. Auch die Fahrzeuge wurden schon vermessen, berichtete Matthias Reps. Dies geschah bei der LB Kunrau.

Kommissarisch ist seit 1. Februar Denny Dörwald von Matthias Reps als Stadtwehrleiter eingesetzt worden, nachdem der bisherige Amtsinhaber Matthias Veit das Amt niedergelegt hatte. Die Besetzung erfolgte in Abstimmung mit dem Kreisbrandmeister, teilte Matthias Reps den Stadträten mit. Die Ortswehren sind bei der Dienstberatung aufgefordert worden, sich zur zukünftigen Besetzung der Stadtwehrleiter-Stelle Gedanken zu machen. Wünschenswert wäre es auch Sicht des Hauptamtsleiters, wenn der Stadtwehrleiter nicht gleichzeitig auch Ortswehrleiter ist. Denn der zeitliche Aufwand für diese Aufgabe ist größer als vermutet wird. „Das ist kein einfacher Job. Es liegt viel Zeit und Verantwortung daran“, so Reps im AZ-Gespräch. Sowohl der bisherige Stadtwehrleiter Matthias Veit als auch der amtierende Denny Dörwald sind parallel als Ortswehrleiter in Klötze und Röwitz tätig.

Die Lösung mit Denny Dörwald, der gleichzeitig im Rathaus für den Brandschutz zuständig ist, sollte nach Wunsch des Hauptamtsleiters ebenfalls nicht von Dauer sein. Denn Verwaltung und Feuerwehr vertreten in vielen Punkten unterschiedliche Sichtweisen. „Diese Aufgaben zu verbinden, ist kontraproduktiv“, findet Matthias Reps.

Inzwischen hat es in Quarnebeck auf Initiative des UWG-Fraktionsvorsitzenden Marco Wille ein weiteres Treffen der Feuerwehr-Funktionsträger und der Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates mit der Verwaltung gegeben. „Es ging um den Brandschutz und die Zusammenarbeit zwischen Wehren, Stadtrat und Verwaltung“, berichtete Marco Wille im Stadtrat. Es sei ein „gutes und offenes Gespräch“ gewesen, über das die Vorsitzenden in ihren Fraktionen sicherlich informieren werden, vermutete der Quarnebecker.

Eingeladen hatte er dazu die Vertreter der Arbeitsgruppe Feuerwehr. „Das ist ein kleines Gremium, in dem aus jedem Ausrückebereich ein Vertreter ist“, erläuterte Matthias Reps auf AZ-Nachfrage die Zusammensetzung des Gebildes. Die Arbeitsgruppe solle dazu dienen, dass sich die Verwaltung mit fachkundigen Personen zum Thema Brandschutz beraten kann. Besprochen werden zum Beispiel Themen, wie strategisch vorgegangen werden kann, was in den Haushalt aufgenommen werden muss und wie es zukünftig in den Wehren weitergehen soll. Auch für Fragen, wie mit alter Technik, die keinen TÜV mehr bekommt, umgegangen wird, werde in dem Gremium beraten.

Um die Kommunikation zwischen den Freiwilligen Feuerwehren und Verwaltung zu verbessern, soll es regelmäßig Gespräche mit dieser Arbeitsgruppe geben. Dort werden dann auch die Informationen aus dem Rathaus an die Wehren weitergegeben. „Wir wollen so zeigen, dass uns die Arbeit der Feuerwehr, die weit über das Ehrenamt hinausgeht, nicht egal ist“, betont der Hauptamtsleiter.

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