Altmarkkreis investiert 547 000 Euro in neue Technik für Kreisstraßenmeisterei in Klötze

Kombinierbar und komfortabel

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Schauten sich gestern die neue Technik an (v.l.): Landrat Michael Ziche, Amtsleiter Hoch- und Tiefbau Andreas Freude, die Straßenwärter Steven Hintze und Patrick Bösener (auf dem Fahrersitz des Unimogs), Sachgebietsleiterin Tiefbau/Verkehrsplanung Simone Dräger sowie Schlosser Nico Bierstedt. 

Klötze. Wenn die Mitarbeiter des Kreisstraßenmeisterei-Stützpunktes Klötze mitten in der Nacht aufstehen müssen, um die Kreisstraßen für den morgendlichen Pendlerverkehr zu beräumen, können sie seit Neuestem auf modernste Technik zurückgreifen.

Dafür hat der Altmarkkreis Salzwedel tief in die Tasche gegriffen und für zusammen 547 000 Euro zwei neue Fahrzeuge angeschafft, die die zum Teil Jahrzehnte alte Technik ergänzt.

Die beiden Neuanschaffungen – ein Unimog für die Kreisstraßen und ein Hansa-Mehrzwecktransporter für die straßenbegleitenden Radwege – sind bereits seit ein paar Wochen im Dienst und haben sich bestens bewährt, wie Landrat Michael Ziche bei seiner gestrigen Stippvisite in Klötze von den Mitarbeitern der Straßenmeisterei erfuhr.

„Uns war es wichtig, dass die Technik sowohl im Sommer als auch im Winter einsetzbar ist. Wir wollen künftig Synergieeffekte nutzen und denken, dass das auch den Kollegen in der Kreisstraßenmeisterei zugute kommt – man ist einfach viel flexibler damit“, so Ziche bei der Präsentation der Technik. Langfristig gesehen, davon ist der Landrat überzeugt, spare der Einsatz der kombinierbaren Straßenberäumungstechnik auch Kosten – und nicht zu vergessen Nerven.

Vom hydraulisch einstellbaren Schneepflug über Automatikgetriebe, Tempomat, Bordcomputer und Klimaanlage bis hin zu Scheiben- und Spiegelheizung – „die Arbeit wird um einiges erleichtert“, erklärte Straßenwärter Patrick Bösener, der den 270 PS starken Unimog vorstellte. Für den sommerlichen Einsatz des mit Zuschalttechnik bis zu 14 Tonnen schweren Fahrzeuges, so blickte Bösener voraus, stehe unter anderem ein Frontmäher zur Verfügung, der bis zu sechs Zentimeter starkes Gestrüpp klein bekomme. Für das Mähen der Bankette könne das Lenkrad zudem von der linken auf die rechte Fahrzeugseite verschoben werden. Sensoren erfassen die Bodenkonturen und warnen vor Unebenheiten. „Durch die tiefgezogene große Frontscheibe ist alles sehr übersichtlich“, fügte der Straßenwärter abschließend hinzu.

Auch über den deutlich schmaleren Hansa-Mehrzwecktransporter konnte Straßenwärter Steven Hintze nur Positives berichten. So verfügt das 150 PS starke Gefährt unter anderem über einen permanenten Allradantrieb, Automatikgetriebe, Sitz- und Standheizung sowie über einen Infrarot-Thermometer, über das die Salzmenge automatisch angepasst werden könne.

Die beiden Straßenmeisterei-Stützpunkte in Salzwedel und Klötze unterhalten zusammen 512 Kilometer Kreisstraßen. Während die Salzwedeler Mitarbeiter von Diesdorf bis Kalbe im Einsatz sind, sorgen die Klötzer von Jübar bis Hottendorf für freie Fahrt. Daneben müssen auch 25 Kilometer Radwege unterhalten werden. „Und vielleicht bald noch mehr“, wies gestern Simone Dräger, Sachgebietsleiterin Tiefbau/Verkehrsplanung, darauf hin, dass aktuell sechs Fördermittelanträge für neue Radwege vom Kreis eingereicht wurden.

Von Matthias Mittank

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