Stadtverwaltung möchte jemanden zur Parküberwachung einstellen / Wildes Parken reißt ein

Knöllchenfreie Zeit bald vorbei?

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Für Fußgänger kaum ein Durchkommen: Der Bereich der früheren Fußgängerzone an der Oebisfelder Straße wird regelmäßig zugeparkt. Wer mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, hat keinen Platz. Bislang werden kaum Knöllchen geschrieben. 

Klötze. Autos parken links und rechts auf dem Bürgersteig, weitere Pkw drängen sich die übrig gebliebene, schmale Fahrbahn entlang. Platz für Fußgänger: Fehlanzeige. Die Oebisfelder Straße in Klötze erregt die Gemüter.

Denn die einstige Fußgängerzone ist mittlerweile zu Fuß nur noch schwer zu passieren. Auf den Gehwegen parken Autos, sodass Passanten auf die Fahrbahn und damit mitten in den Verkehr ausweichen müssen. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch für Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen schwierig, da die Straße aus Kopfsteinpflaster besteht.

Aber auch andere Bereiche des Stadtgebietes werden zum wilden Parken genutzt. Ein Zustand, auf den auch der Klötzer Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt im Stadtrat und im Ortschaftsrat schon mehrfach hingewiesen hat. Ihn regt es auf, dass vielfach auf den Pflaster- und Grünflächen direkt vor den Häusern Autos abgestellt werden. Kontrolliert und geahndet wird das von der Stadt selten. Rumgesprochen hat es sich inzwischen auch, dass die Hinweisschilder auf Parkzeitbegrenzungen und das Benutzen der Parkscheibe in der Klötzer Innenstadt keinerlei Bedeutung haben. Während in Gardelegen und Salzwedel schon nach wenigen Minuten des Falschparkens unter Garantie ein Knöllchen an der Windschutzscheibe zu finden ist, bleibt der ruhende Verkehr in Klötze derzeit völlig unkontrolliert. Viele Dauerparker wissen das und nutzen die Parkflächen an den Durchgangsstraßen, um ihre Fahrzeuge dort, statt auf dem eigenen Grundstück abzustellen.

Dieser Zustand soll sich aber bald ändern. Erlaubt ist das Parken nämlich nicht, wird aber bis jetzt auch nicht vom Ordnungsamt kontrolliert und geahndet.

Nach Informationen der Altmark-Zeitung soll im kommenden Jahr bei der Stadt Klötze jemand eingestellt werden, der unter anderem fleißig kontrolliert. Nicht nur die Falschparker an der Oebisfelder Straße, auch im restlichen Stadtgebiet. Damit könnte auch das Ganztagsparken an der Breiten Straße ein Ende haben, wo beispielsweise im Bereich der Klötzer Volksbank nur eine Stunde geparkt werden darf.

Von Katharina Schulz und Monika Schmidt

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