Zwei Unfälle ohne Führerschein

Klötzes Ordnungsamtsleiter: Trunkenheitsfahrer schweigt

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Ulf Dittfach (41), Ordnungs- und Bauamtsleiter der Stadt Klötze, verletzte bei einer Trunkenheitsfahrt (1,31 Promille) eine junge Frau schwer.

hob Klötze – Der Ordnungs- und Bauamtsleiter der Stadt Klötze, Ulf Dittfach (41), hat mit 1,31 Promille Alkohol im Blut mit seinem Auto bei Jiggel (Wendland) einen anderen Wagen gerammt. Dabei wurde eine 19-Jährige schwer verletzt.

Es war die zweite Trunkenheitsfahrt des städtischen Beamten innerhalb von sieben Wochen – und das ohne Führerschein.

Am 20. Dezember vergangenen Jahres war Dittfach kurz nach Mitternacht mit seinem Mercedes rasant durch einen Kreisel in Klötze und über einen Bordstein gefahren. Eine Polizeistreife stoppte ihn. Die Beamten bemerkten Alkoholgeruch. Gegenüber den Polizisten machte der Ordnungsamtschef zunächst falsche Angaben zu seiner Person und verweigerte einen Alkoholtest.

Daraufhin wurde er zur Blutentnahme ins Altmark-Klinikum nach Gardelegen gebracht. Das Ergebnis: mehr als 1,5 Promille. Während der Ermittlungen kam zudem her-aus, dass der Klötzer Ordnungsamtsleiter seit 2007 keine Fahrerlaubnis mehr hat. Diese sei ihm nach AZ-Recherchen damals ebenfalls wegen einer Trunkenheitsfahrt entzogen worden.

Damit nicht genug: Am 3. Februar dieses Jahres war der 41-Jährige wieder betrunken mit dem Auto unterwegs. Auf der Landesstraße 263 bei Jiggel fuhr er durch eine Straßeneinengung an der Brücke bei der dortigen Wassermühle und missachtete, dass der Gegenverkehr Vorfahrt hat. In der Folge rammte Dittfach mit seinem Auto einen entgegenkommenden Kleinwagen mit einer 19-Jährigen am Steuer. Die junge Frau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Bei Klötzes Ordnungsamtsleiter wurden laut Polizei 1,31 Promille Alkohol im Blut festgestellt.

Ulf Dittfach wollte sich gestern zu den Vorfällen nicht äußern: „Keine Stellungnahme von mir“. Er hat sich krank gemeldet. Dittfachs Dienstherr, Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels, will über Personalangelegenheiten keine Auskunft geben – auch nicht zu einer eventuellen Suspendierung des Amtsleiters.

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