Erster doppischer Haushalt ist ein Werk mit noch vielen Unbekannten

Klötzes gelbe Seiten

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Blau, gelb, grün: Der erste doppische Haushalt, der im Klötzer Rathaus erstellt wurde, ist nicht nur farbenfroh, er umfasst auch große Zahlen. Die gelben Seiten erklären die Produkte, die grünen zeigen das Geld, die blauen die geplanten Investitionen.

Klötze. So ein bisschen ist dem Klötzer Bürgermeister am Mittwochabend ein Stein vom Herzen geplumpst. Einstimmig gaben die Stadträte ihr Votum für den ersten doppischen Haushalt Klötzes ab.

Und jedes Mal wieder sorgt sich Matthias Mann vor einem Etatbeschluss, ob die Stadträte der Verwaltung wohl das notwendige Vertrauen aussprechen werden. Und wie in fast jedem Jahr gab es im Stadtrat – ganz im Gegensatz zu den Debatten in anderen Kommunen – keinerlei Diskussionen zum Etat. Und das, obwohl das Zahlenwerk 2013 etwas anders als gewohnt aussieht. „Wir haben aber im Vorfeld viele Gespräche geführt“, räumte der Bürgermeister ein.

Die Grundaussagen zum Etat sind trotz neuer Haushaltsführung dieselben geblieben wie im Vorjahr:

• Die Stadt kann alle freiwilligen Aufgaben aufrechterhalten.

• Die Steuerhebesätze bleiben bestehen.

• Der Haushalt ist ausgeglichen. Allerdings nur durch den Griff in die Rücklage.

„Wir leben derzeit vom Sparbuch“, räumte Matthias Mann ein. Besonders wichtig für ihn: Es droht keine Konsolidierung. Denn diese würde die Stadt vor die Situation stellen, sich von freiwilligen Aufgaben zu trennen und Einnahmen erhöhen zu müssen. Das alles ist in Klötze derzeit und in den Folgejahren kein Thema. „Dass wir nicht in die Konsolidierung müssen, ist eine charmante Situation“, hatte sich Matthias Mann im AZ-Gespräch gefreut. Denn so müsse es in Klötze keinen politischen Streit um das Streichen freiwilliger Maßnahmen geben. Stattdessen verlief die Umstellung von der kameralistischen auf die doppelte Haushaltsführung nahezu geräuschlos.

Von Monika Schmidt

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in der AMZ.

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