Leerstand ist angestiegen

Klötzer Wohnungsbaugesellschaft ist kein Risiko für die Stadt

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Für 400.000 Euro wurde das Wohnhaus an der Klötzer Schulstraße saniert. Neben einer neuen Außenfassade mit Dämmung erhielt die Immobilie auch neue Balkons.

Klötze – Bestandteil des Haushalts, den der Klötzer Stadtrat beschlossen hat, ist stets auch der Beteiligungsbericht der Klötzer Wohnungsbaugesellschaft. Im Ratssaal war Geschäftsführer Jens Passier zu Gast, um den Stadträten einige Details zu erläutern.

So sei der Abfall der Bevölkerung eine schwere Situation für das Wohnungsbauunternehmen.

Denn es müsse abgewogen werden, wie groß der Bedarf an Wohnraum in der Einheitsgemeinde ist. 2006 habe die Leerstandsquote 14,4 Prozent betragen, berichtete Passier den Stadträten. 2018 sei diese durch den Rückgang der Einwohnerzahl auf 14,93 Prozent angestiegen. „Das ist ein Punkt, der nicht von der Hand zu weisen ist“, erklärte der Geschäftsführer. Im Vergleich zu anderen schätzte er aber ein, dass dies durch den Rückgang der Einwohner noch eine eingermaßen anständige Leerstandsquote sei.

Erfolgreicher agiere die Gesellschaft bei der Vermietungsabschlussquote, die über 100 Prozent liege. „Wir haben mehr Neuvermietungen als Kündigungen, das haben nicht so viele Unternehmen“, schätzte Jens Passier ein. Grundsätzlich sei das Unternehmen gesund, Altschulden wurden abgebaut. Betrug die Verschuldung 1993 noch 20 Millionen DM lang sie 2016 bei 6,7 Millionen Euro.

Für 2018 konnte diese Summe auf 3,5 Millionen Euro reduziert werden. „Sukzessive wollen wir die Verbindlichkeiten stark reduzieren. Wir wollen uns vernünftig entschulden und für schwere Zeiten gerüstet sein“, gab der Geschäftsführer als Maxime an. Die Eigentkapitalquote des Unternehmens betrage 63,91 Prozent und steige beständig an.

Die größte Baumaßnahme in der jüngsten Zeit war die Sanierung des Gebäudes an der Schulstraße 29. „Die Investition von 400000 Euro war nicht für umsonst“, so Jens Passier. Die Maßnahme werde von den Mietern und anderen Verantwortlichen sehr gelobt. Er lud die Stadträte ein, sich selbst ein Bild von der gelungenen Sanierung samt Anbau von Balkons und frischer Farbe zu machen, da sich das Gebäude in unmittelbarer Nähe des Rathauses befindet. Der Geschäftsführer verwies auf eine „stabile Finanzlage“ und stellte abschließend fest: „Wir sind kein Risiko für die Stadt Klötze.“

VON MONIKA SCHMIDT

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