Klötzer Wohnungsbaugesellschaft bekam zum 1. Januar 177 Wohnungen von der Stadt übertragen

Vom Wohnblock bis zum Bauernhaus

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177 Wohnungen unterschiedlichster Art aus den Klötzer Ortsteilen kamen zum Bestand der Klötzer Wohnungsbaugesellschaft zum 1. Januar hinzu.

Klötze. Die Wohnungsbaugesellschaft Klötze ist zum größten Vermieter in der Einheitsgemeinde aufgestiegen.

177 Wohnungen unterschiedlichster Art aus den Klötzer Ortsteilen kamen zum Bestand der Klötzer Wohnungsbaugesellschaft zum 1. Januar hinzu.

So kamen mit dem Jahreswechsel 30 Grundstücke, vorrangig in den Ortsteilen, mit zusammen 177 Wohnungen, zwölf Gewerbe- und sonstigen Einheiten sowie 77 Garagen zum Bestand hinzu – dieser umfasst nun insgesamt 634 Wohneinheiten. Bereits seit Anfang 2011 hatte die 100-prozentige Stadttochter die 177 Wohnungen verwaltet, eine Übertragung der mit der Gebietsreform in Stadteigentum übergegangenen Objekte war jedoch bislang an einem Bundesgesetz gescheitert. Nach diesem hätten für diesen Vorgang Grunderwerbssteuern gezahlt werden müssen. Mit einer Gesetzesänderung hat sich dieses Thema jedoch erledigt.

Vom Bauernhaus in Röwitz über eine Villa in Immekath bis hin zu Wohnblöcken, wie unter anderem in Kunrau, Kusey und Ristedt – bunter könnte die Palette der Objekte kaum sein. „Durch Fördermittel aus der Dorferneuerung sind bei vielen Gebäuden bereits Dächer und Fassaden erneuert“, sagt Wobau-Geschäftsführer Jens Passier. Dennoch bestehe noch ein erheblicher Investitionsbedarf. „Bei Neuvermietungen wurden auch schon vor der Übertragung Elektroanlagen und Bäder modernisiert – das wollen wir auch künftig tun“, blickt Passier voraus. Auch auf Wunsch der derzeitigen Mieter können Bäder erneuert werden. „Dadurch erhöht sich natürlich die Miete – um wie viel, das würden wir im Vorfeld dem Mieter mitteilen“, sagt der Wobau-Chef zur Vorgehensweise. Wo in diesem Jahr investiert wird, steht noch nicht fest – das wird der Aufsichtsrat in den kommenden Wochen entscheiden.

Was sich durch den Trägerwechsel für die Mieter ändert, sei „nicht viel“, wie der Wobau-Chef im Gespräch mit der Altmark-Zeitung erklärt. So wird die Miete im ersten Quartal 2014 noch von der Stadt Klötze und ab dem 1. April dann von der Wobau eingezogen. Hinzu kommt, dass die von der EU für den 1. Februar geplante Umstellung auf das neue SEPA-Format nun um ein halbes Jahr nach hinten verschoben wurde. „Für die neuen Lastschriftverfahren haben wir entsprechende Einzugsermächtigungen an alle Mieter geschickt“, so Passier. Wer seine Miete per Dauerauftrag oder Überweisung zahlt, muss bis zum 31. März als Empfänger noch die Stadt angeben und danach die Wobau. Die Kontonummer bleibe dieselbe. Auch für Garagen-Nutzer, die nicht Wobau-Mieter sind, ändert sich was. „Die müssen nun Umsatzsteuer zahlen – die Betroffenen werden angeschrieben“, informiert Passier.

Von Matthias Mittank

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