Damit es weniger stinkt

Klötzer Wasserverband investiert 855.000 Euro in Belüftung der Kläranlage

+
Von einem Kreiselbelüfter soll die Belüftung im Immerkather Klärwerk auf einen Plattenbelüfter umgestellt werden. Das spart Energie und minimiert die Geruchsbelästigung.

Klötze / Immekath – Der Klötzer Wasserverband plant für 2020 und die Folgejahre einige Investitionen. Die größte betrifft den Umbau der Kläranlage in Immekath (wir berichteten).

„Mit 1,868 Millionen Euro ist die Investition im Abwasserbereich für 2020 ziemlich hoch im Vergleich zu anderen Jahren“, erklärte Geschäftsführerin Birgit Lange den Mitgliedern der Verbandsversammlung am Dienstag bei der Lesung des Wirtschaftsplans.

Das liege vor allem an den geplanten Maßnahmen an der Immekather Kläranlage. „Wir werden dafür Fördermittel bekommen, da bin ich ganz optimistisch“, sagte Birgit Lange. Für 855 000 Euro soll die Belüftung im Belebungsbecken der Immekather Kläranlage umgestellt werden.

In diesem Jahr hatte der Verband bereits einen Teil der Planung für das Projekt vorfinanziert. Derzeit erfolgt die Belüftung des Beckens über einen Kreiselbelüfter. „Es soll auf einen Plattenbelüfter umgestellt werden“, erläuterte Birgit Lange. Dadurch werde die Energieeffizienz der Anlage wesentlich verbessert, es werden Stromkosten eingespart und die Geruchsbelästigung minimiert.

Den Fördermittelantrag fristgerecht zum 30. September fertig zu bekommen, sei eine große Herausforderung gewesen, berichtete die Geschäftsführerin weiter. „Das war ziemlich schwierig, aber wir haben es geschafft.“ Sportlich werde es auch, wenn die Umgestaltung der Kläranlage bei laufendem Betrieb in Angriff genommen wird. „Wir haben nur das eine Klärwerk, das geht nicht anders“, informierte Birgit Lange die Verbandsversammlung. „Die Kläranlage ist das Kernstück unserer Arbeit, sie muss funktionieren und stets weiterlaufen“, betonte sie. Die Geschäftsführerin bat die Mitglieder, „die Daumen zu drücken“, damit der Umbau so funktioniere, wie er geplant wird.

An Fördermitteln wurden 362 500 Euro beim Landesverwaltungsamt beantragt. Um die Ausgabe stemmen zu können, soll ein Kredit über 462 500 Euro aufgenommen werden. Der Verband hofft allerdings noch darauf, aus einem zweiten Fördertopf des Bundesumweltministeriums weitere Fördermittel in Höhe von 200 000 Euro zu bekommen.

Gibt es eine Zusage des Ministeriums für eine Förderung, wird die Kreditaufnahme um diese Summe reduziert. „Wenn klar ist, ob die Mittel kommen, fassen wir noch einen separaten Beschluss über die Finanzierung“, kündigte Birgit Lange der Verbandsversammlung vorsorglich an.

VON MONIKA SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare