Noch ist offen, wie das Klötzer Waldbad saniert wird

Klötzer Waldbad: Zunächst kommt eine neue Pumpe

Im Becken fehlen noch die Druckpolster, ansonsten ist die Winterfestmachung im Klötzer Freibad abgeschlossen. Für die neue Saison kann sich Bürgermeister Uwe Bartels gut einen neuen Farbanstrich zum Abdichten vorstellen.
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Im Becken fehlen noch die Druckpolster, ansonsten ist die Winterfestmachung im Klötzer Freibad abgeschlossen. Für die neue Saison kann sich Bürgermeister Uwe Bartels gut einen neuen Farbanstrich zum Abdichten vorstellen. 

Klötze – In den beiden Bädern der Einheitsgemeinde Klötze läuft die Winterfestmachung. Darüber informierte Bürgermeister Uwe Bartels den Hauptausschuss. Es seien noch unterschiedliche Maßnahmen nötig, teilte er mit.

So müsse nicht nur das Wasser abgelassen und gegen ein Anfrieren im Becken gesichert werden – dazu werden sogenannte Luftdruckpolster in das Becken eingesetzt – es müssen auch die Wasserleitungen entleert werden, damit diese nicht während des Winters, in dem die Bäder nicht genutzt werden, kaputtfrieren.

Ob denn auch eine Sanierung bis zur neuen Badesaison geplant sei?, wollte die AZ im Gespräch mit Uwe Bartels wissen. „Wir haben zwei Fördermittelanträge bei der LAG Rund um den Drömling gestellt“, erinnerte der Klötzer Bürgermeister. „Wir hoffen, in die Förderung aufgenommen zu werden.“

Gespräche zur Nahwärmeleitung

Während der Antrag für das Klötze Waldbad noch in der Bearbeitung ist, ist der Fördermittelantrag für das Kunrauer Freibad schon seit einigen Monaten genehmigt. „Wegen der Nahwärme laufen die ersten Gespräche“, informiert der Bürgermeister erst auf Nachfrage, dass sich die Verwaltung durchaus mit dem Thema beschäftigt. Nach Ansicht von Uwe Bartels gehe durch die behördlichen Akte sehr viel Zeit verloren. So erinnert er daran, dass der Antrag für die Nahwärmeleitung von der Biogasanlage zum Kunrauer Bad bereits 2018 gestellt wurde. Erst 2020 gab es die Bewilligung dafür. In der Zwischenzeit waren der Stadt die Hände gebunden, um das Projekt voranzubringen.

Für das Klötzer Freibad wurde der Antrag erst in diesem Jahr gestellt. „Das wird für das nächste Jahr eng“, blickt Uwe Bartels voraus. Wenn die Genehmigungen der LAG-Anträge wieder so lange dauern, geht weitere Zeit für die gründliche Sanierung der Einrichtung verloren.

Ideen aus Apenburg

Uwe Bartels hat den Sommer genutzt, um sich in anderen Bädern in der Region umzusehen. So war er in Apenburg und Beetzendorf. Während das Beetzendorfer Stölpenbad komplett saniert wurde und ein Stahlbecken erhalten hat, geht es den Apenburgern ähnlich wie den Klötzern. „Die haben dort auch so eine Überlaufrinne und machen jedes Jahr einen Dichtfarbanstrich“, berichtet Uwe Bartels der AZ von seinen Erkundungen. Erstmals wurde dies in Klötze in diesem Jahr im Nichtschwimmerbecken ausprobiert – mit Erfolg.

„Die Überlaufrinne in Klötze ist in Ordnung, deshalb lohnt es sich eigentlich nicht, das Schwimmerbecken komplett zu erneuern“, hat sich Uwe Bartels inzwischen überlegt. Er setzt für die kommende Badesaison eher auf einen neuen blauen Farbanstrich, der dafür sorgt, dass das Wasser im Becken bleibt.

Dass in diesem Jahr im Klötzer Waldbad so viel Frischwasser zugeführt werden musste, habe nicht am Wasserverlust gelegen, betonte Uwe Bartels. Vielmehr hatte das damit zu tun, dass die Umwälzpumpe ihren Geist aufgegeben hatte. „Für die Reparatur der Pumpe liegt schon ein Angebot vor“, teilte Uwe Bartels der AZ mit. Dieses sei sogar überraschend günstig ausgefallen, freute sich der Bürgermeister. Die Arbeiten sollen im Frühjahr erledigt werden, kündigte er an.

Außerdem muss ein neuer Tiefbrunnen für das Bad gebohrt werden, um sicherzustellen, dass die Pumpe einwandfrei arbeiten kann. Beide Arbeiten hat die Verwaltung für das neue Jahr fest im Blick, so dass sich der Bürgermeister sicher ist: „Es spricht nichts gegen eine Badesaison in Klötze im kommenden Jahr.“ Allerdings, so schränkt er vorsichtshalber ein, müsse die weitere Rissbildung über den Winter abgewartet werden. Besonders im Planschbecken bereitet diese Sorgen. Dort musste im Sommer fast täglich neues Wasser eingefüllt werden.

Auswertung mit der DLRG

Mit der DLRG, die zum ersten Mal die Klötzer Bäder betreute, hat es inzwischen eine Auswertung gegeben, teilte der Bürgermeister mit. Positives und Negatives wurde besprochen. „Wir sind noch in der Findungsphase, für uns war das ja auch Neuland“, räumt er ein. Aufgefallen ist ihm, dass es in Kunrau deutlich besser lief als in Klötze. „In Klötze war es für die Rettungsschwimmer nicht ganz so einfach“, schätzt Uwe Bartels eín. Grundsätzlich, das stehe nach der Auswertung aber fest, seien beide Seiten bereit, den Weg im kommenden Jahr wieder gemeinsam zu gehen.

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