Unterschiedliche Sichtweisen zeigen sich

Klötzer Verwaltung weist Kritik der Schulen zurück

Im Klötzer Stadtrat, der in Neuferchau tagte, spricht Sandra Trikaliotis in der Einwohnerfragestunde. Sie ist die Leiterin der Kuseyer Grundschule.
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Die Kuseyer Grundschulleiterin Sandra Trikaliotis sprach im Klötzer Stadtrat vor, weil sie anders von der Verwaltung keine Rückmeldung bekommen hat.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Klötze / Kusey – Bis zum 30. Juni müssen die Anträge für den Digitalpakt Schule abgegeben sein. „Der Antrag besteht aus vier Teilen: einen macht die Schule, die anderen drei der Schulträger“, erklärte die Kuseyer Grundschulleiterin Sandra Trikaliotis im Stadtrat, der in Neuferchau tagte. Sie nutzte dort die Einwohnerfragestunde, um nach dem Stand der Abarbeitung in der Verwaltung zu fragen, da die Schulen anders keine Auskunft bekommen haben. „Der 30. rückt näher und uns fehlt die Zuarbeit der Stadt“, erinnerte sie. Fristsetzungen der Schulleiterinnen, um über den Stand der Beantragung der Fördermittel informiert zu werden, wurden ignoriert. „Es sieht gut aus“, antwortete Bürgermeister-Stellvertreter Mattias Reps auf die Frage nach dem Abarbeitungsstand. Die Verwaltung hatte sich eine Firma mit ins Boot geholt, da die Verwaltung die Beantragung allein nicht schaffen konnte. Der aktuelle Stand sei vor der Sitzung an die Schulen versendet worden. „Es gibt noch Gespräche mit den Schulleiterinnen.“ Auf die Bitte des Stadtratsvorsitzenden Klaus Ewertowski, doch gleich einen Termin zu vereinbaren, sagte Matthias Reps: „Ich kann keinen Termin vorschlagen, weil ich keinen Terminkalender dabei habe.“ Auf weiteres Drängen von Klaus Ewertowski versicherte er, dass es „innerhalb der nächsten 14 Tage“ einen Termin geben werde.

Unterschiedliche Sichtweisen

Unterschiedliche Sichtweisen gab es bei einem weiteren Punkt, den die Kuseyer Schulleiterin auf ihrer Liste hatte: Sie mahnte Bestellungen an. „Schulen brauchen Mittel zur eigenen Bewirtschaftung“, zitierte sie aus dem Schulgesetz. „Das läuft gerade katastrophal“, berichtete sie den Stadträten. Die Schulen haben keine Freiräume, können nichts allein entscheiden, da die Stadt noch keinen Haushalt hat. Bestelllisten bleiben im Rathaus liegen. „Die Schulen sind angehalten, ihre Bestelllisten rauszuschicken. Das läuft dann mit dem Bestellen reibungslos“, hatte Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps eine andere Sicht auf die Dinge. „Wir halten nichts zurück, das lasse ich so nicht stehen“, betonte er. „Wir lassen die Schulen sicher nicht zu kurz kommen, auch die Fachauswahl des Materials bleibe bei den Schulen“, erinnerte er. „Nein, es läuft nicht reibungslos. Es sind noch Bestellungen von November offen“, erwiderte Sandra Trikaliotis. Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski regte an, den Termin mit der Verwaltung zu nutzen, um das zu klären. „Der Stadtrat hat die Differenzen aufgenommen und wird nächstes Mal sicherlich darauf zurückkommen“, kündigte der Stadtratsvorsitzende an.

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