„Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Klötzer Theatergruppe kämpft sich durch die Corona-Krise

Am Probenraum über dem Altmarksaal hängt das ganze Jahr die Fahne der Theatergruppe als sichtbares Zeichen.
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Am Probenraum über dem Altmarksaal hängt das ganze Jahr die Fahne der Theatergruppe als sichtbares Zeichen.

Klötze – Das Jahr 2020 war auch bei der Klötzer Theatergruppe ganz anders, als es die Schauspieler zu Jahresbeginn geplant hatten.

Statt zwei grandioser Aufführungen im Oktober und im Dezember zum Weihnachtsmarkt, dürfen die Mitglieder in diesem Jahr gar nicht auf der Bühne stehen.

„Das für uns ein ganz schwieriges Jahr, das uns hart getroffen hat“, fasste Pressesprecherin Sybille Thiel die Stimmung zusammen. „Alles, was uns in 13 Jahren lieb geworden ist, fiel der Pandemie zum Opfer. “ So konnten weder die drei Vorstellungen im Oktober, die das jährliche kulturelle Highlight in Klötze sind, noch die Märchenaufführung zu Weihnachten aufgeführt werden. „Wir wären jedoch nicht die Theatergruppe Klötze, wenn wir uns beirren ließen“, stellt Sybille Thiel klar.

Für die Akteure vor und hinter den Kulissen steht fest, dass sie sich von der Corona-Pandemie nicht unterkriegen lassen. Die Theatergruppe ist für die Erhaltung und Attraktivität der Kulturszene in der Einheitsgemeinde Klötze mit verantwortlich und federführend. „Die Bühne als Treffpunkt aller Generationen zu erhalten, das ist und bleibt unser ganz großes Ziel“, betont Sybille Thiel. Ein Lob wie „Ihr seid unser Lebensmittelpunkt für Alt und Jung“ freut die Mitglieder deshalb ganz besonders.

Auch wenn 2020 keine Aufführungen stattfinden konnten, waren die Mitglieder der Theatergruppe nicht untätig. So haben sie zum Beispiel den Fundus, die Räume über dem Altmarksaal und die Lager in Ordnung gebracht. Und nicht nur das: Jedes Stück ist sortiert, fotografiert und nummeriert, so dass die Theatergruppe auf einen Griff jedes Stück Bühnendeko oder jedes Kostüm im Archiv finden kann. Das sei auch ein Ausdruck der Wertschätzung, die die Theatergruppe den Spendern der Bühnenausstattung entgegenbringt.

Proben gehen weiter

„Am Ball bleiben, ist uns wichtig“, betont Sybille Thiel. Deshalb gehen die Proben der Gruppe auch weiter. Um die Abstands- und Hygieneregeln beim Proben einhalten zu können, wird derzeit ganz auf Improvisationstheater gesetzt. Es sei aber wichtig, so erklärt die Sprecherin der Theatergruppe, dass sich die Mitglieder überhaupt regelmäßig treffen können, „damit unsere Truppe in dieser schwierigen Zeit nicht der Pandemie zum Opfer fällt.“

Wer Lust hat, in der Theatergruppe vor oder hinter den Kulissen mitzuwirken, kann sich bei Theaterchef Kay Knittel unter Tel. (0 39 09) 36 39 melden. Fürs neue Jahr hat die Gruppe schon viele Ziele: So soll es Workshops zum Thema Theater und Maskenbildnerei geben. Und dann hoffen natürlich alle, dass es 2021 auch wieder vor Publikum auf die Bühne des Altmarksaals gehen kann.

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