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Klötzer Stadtrat spricht sich für die Kunrauer Freibadsanierung aus

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Von: Monika Schmidt

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Die Mitglieder des Fördervereins durften im Ratssaal die Vereinsfahnen schwenken.
Der Förderverein fürs Kunrauer Freibad hatte ordentlich getrommelt und seine Mitglieder zur Teilnahme an der Sitzung im Klötzer Ratssaal motiviert. © Monika Schmidt

„Gibt es Fragen? Keine?“ – Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels guckte am Mittwochabend bei der Sondersitzung des Hauptausschusses etwas ungläubig in die Runde. Er hatte über die nötige Interessensbekundung des Stadtrates zur möglichen Sanierung des Kunrauer Freibades informiert. Vor dem Stadtrat sollte auch der Hauptausschuss darüber beraten.

Klötze – Die Stadt Klötze war vom Kunrauer Freibadförderverein auf ein neues Bundesprogramm aufmerksam gemacht worden, mit dem Kommunen beim Abbau des bestehenden Sanierungsstaus bei Schwimmbädern und Sporthallen unterstützt werden sollen.

Eine Förderung von 45 Prozent sei für Klötze möglich, informierte Uwe Bartels weiter. In der ersten Phase muss eine Projektskizze mit dem Interessensbekundungsbeschluss eingereicht werden. Zwei Pferdefüße machten die Stadträte aus: Mit der Förderung ist eine Zweckbindungsfrist von 20 Jahren verbunden. Und: Nach einer aktuellen Kostenschätzung liegen die Gesamtkosten bei knapp über zwei Millionen Euro. „Wo nehmen wir das Geld für den Eigenanteil her?“, wollte Klaus Ewertowski (CDU) von der Verwaltung wissen. Uwe Bartels verwies darauf, dass zusätzlich Fördermittel vom Land beantragt werden sollen. Damit würde sich der Eigenanteil reduzieren. „Wir haben einen Landtagsabgeordneten in unseren Reihen, der könnte unserem Anliegen Nachdruck verleihen“, verwies Bartels auf Thomas Korell (AfD). Dieser sitzt im zuständigen Ausschuss für Sport und Kultur des Landtages. „Das sehe ich auch so“, bestätigte Korell.

Die Frage nach der Bereitstellung von Personal, um das Bad über 20 Jahre betreiben zu können, sah Uwe Bartels nicht als Problem an: „Das haben wir früher bis zur Schließung 2020 auch geleistet“, argumentierte der Klötzer Bürgermeister.

Um 20.13 Uhr fiel die Entscheidung: Mit 18 Ja-Stimmen, einer Enthaltung und fünf Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat für die Teilnahme am Bundesförderprogramm und damit für das Kunrauer Freibad aus. Die gut 50 Bürger, die sich im Ratssaal drängten, honorierten das mit viel Applaus.

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