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Klötzer Stadträte sind von den Bürgern enttäuscht

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Von: Monika Schmidt

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leere Stühle und ein Protestplakat in einem Saal
Die Einwohner blieben bei der Stadtratssitzung nicht bis zum Ende und ließen nur ein vergessenes Protestschild zurück. © Monika Schmidt

Dass sie sich die anstehenden Entscheidungen nicht leicht machen, betonten die Klötzer Stadträte am Ende ihrer jüngsten Zusammenkunft. Die Einwohner, an die sich die Worte richteten, waren da aber schon nach Hause gegangen.

Kötze – „Es ist schade, dass die Einwohner nicht bis zum Ende geblieben sind“, stellte der UWG-Fraktionsvorsitzende Marco Wille gegen Ende der jüngsten Stadtratssitzung fest. Zuvor hatte es in der Einwohnerfragestunde viele Wortmeldungen von den zahlreich anwesenden Bürgern gegeben. Den Punkt Anfragen und Anregungen wollte der Fraktionsvorsitzende am Ende der Sitzung für eine Stellungnahme nutzen. Doch die Adressaten – die kritischen Einwohner – waren da schon nicht mehr anwesend. „Ich bin enttäuscht, dass die Einwohner glauben, dass wir uns das leicht machen“, griff Marco Wille die Kritik an Gebührenerhöhungen und möglichen Schulschließungen auf. Deutlich wies der UWG-Chef den Vorwurf der Einwohner an die Kommunalpolitiker, „dass wir uns mit den Themen nicht richtig beschäftigen“, zurück. Er finde diese Einschätzung sehr schade. Zumal sie darin münde, dass Stadträte, so auch Marco Wille, „persönlich angegriffen und sogar bedroht“ würden, berichtete er. „Das ist schade. Wir müssen vernünftig über die Themen reden“, bat der Quarnebecker. „Eine Bedrohung der Stadträte ist keine Lösung“, stellte er fest und erntete dafür die Zustimmung seiner Stadtratskollegen. Alexander Kleine, Vorsitzender des SPD-Fraktion, unterstützte das Anliegen von Marco Wille. „Das ist inakzeptabel“, sagte er mit Blick auf die Bedrohungen der Stadträte. „Es sind schwierige Entscheidungen, die wir treffen. Davor sollte man Respekt haben“, so Alexander Kleine in Richtung der – abwesenden – Einwohner. Dass die Emotionen bei der Erhöhung der Kita-Gebühren hochkochen, dafür hatte der Fraktionsvorsitzende Verständnis. Kleine erinnerte daran, dass von seiner Fraktion angeregt wurde, über die Gebühren zu sprechen und ihre Erhöhung zu prüfen. „Das ist eine absolute Fehlkalkulation der Verwaltung“, griff Kleine eine frühere Kritik bei der Sitzung noch einmal auf. 

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