„Terminvergabe hat Vorteile“

Tür des Klötzer Rathauses für Spontan-Besucher weiter geschlossen

Die Tür des Klötzer Rathauses bleibt auch nach den Corona-Lockerungen weiter geschlossen. Die Verwaltung hält an der Terminvergabe fest, Spontan-Besuche sind während der Sprechzeiten nicht möglich.
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Die Tür des Klötzer Rathauses bleibt auch nach den Corona-Lockerungen weiter geschlossen. Die Verwaltung hält an der Terminvergabe fest, Spontan-Besuche sind während der Sprechzeiten nicht möglich.

Klötze – Einfach mal spontan mit einem Anliegen ins Rathaus gehen, nach Gelben Säcken oder einem Rat fragen? In Klötze war das bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie bei vielen Einwohnern gang und gäbe.

Während der Sprechzeiten konnten die Einwohner ohne Termin die Mitarbeiter in der Verwaltung besuchen.

Wegen der durch Corona bedingten Kontaktbeschränkungen hatte die Verwaltung, wie auch andere Behörden, Geschäfte und Dienstleister, den Publikumsverkehr eingeschränkt und die Räumlichkeiten für Besucher ganz geschlossen. Auch die Klötzer Rathaustür blieb verschlossen, Eintritt ins Gebäude bekam nur nach dem Klingeln, wer einen Termin mit einem der Mitarbeiter nachweisen konnte.

Ein Verfahren, an dem Bürgermeister Uwe Bartels offensichtlich Gefallen gefunden hat. Denn während in den anderen Städten der Region die Rathäuser wieder ganz oder zumindest teilweise geöffnet haben, stehen die Klötzer weiter vor der geschlossenen Tür mit dem Hinweiszettel, dass sie sich – am besten per Mail – einen Termin besorgen müssen, bevor sie vorsprechen dürfen. „Das ist Corona geschuldet, bleibt aber so“, teilte Bürgermeister Uwe Bartels auf AZ-Anfrage mit. Er sieht keinen Grund, wieder zum alten Verfahren zurückzukehren.

Er betont aber: „Wir haben unsere Sprechzeiten nicht reduziert.“ Es müsse nun halt nur ein Termin vereinbart werden, um während der Sprechzeiten ins Rathaus zu kommen. Nach Ansicht von Uwe Bartels bringt dieses Verfahren viele Vorteile. Unter anderem würden die Wartezeiten gerade im Einwohnermeldeamt deutlich verkürzt. So manches Mal sei es vor den Veränderungen sehr eng im Wartebereich gewesen, wenn dort mehrere Familien gleichzeitig gewartet hätten. Dies passiere nun nicht mehr, weil die Termine nacheinander gelegt werden. „Die Terminvergabe hat Vorteile, die Besucher kommen gleich dran“, erklärt Uwe Bartels. Kritik, dass andere Kommunen sich für die Wiederaufnahme der Sprechzeiten ausgesprochen haben, prallt an ihm ab. „Jeder macht es eben anders“, sagt er. VON MONIKA SCHMIDT

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