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Klötzer Verwaltung beantwortet Abfrage nicht

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Von: Monika Schmidt

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ein Freibad
Das Klötzer Freibad soll nach Ende der Badesaison saniert werden. © Monika Schmidt

50000 Euro pro Freibad, das noch 2022 saniert wird, will das Land Sachsen-Anhalt fördern. Bislang ist Klötze noch nicht dabei, da die Verwaltung die Abfrage nicht beantwortet hat.

Klötze – Dass es ein neues Förderprogramm für Freibäder vom Land gibt, darüber unterrichtete Landtagsabgeordneter Thomas Korell (AfD) die Mitglieder des Stadtrates. 500 000 Euro stellt das Land für die Sanierung der Bäder zur Verfügung, im Höchstfall 50 000 Euro pro Bad. Im Innenausschuss des Landtages sei das Programm vorgestellt worden. Der Städte- und Gemeindebund hatte dazu erklärt, dass alle Kommunen angeschrieben und abgefragt wurden, ob sie Bedarf haben. „52 Kommunen haben einen Sanierungsstau beklagt. Klötze war nicht dabei“, wunderte sich Thomas Korell. Er hakte bei der Stadtratssitzung nach. Denn zuvor hatte er sich bereits beim Städte- und Gemeindebund erkundigt, ob Klötze bei der Abfrage vergessen wurde. Schließlich will die Stadt in diesem Jahr das Klötzer Freibad umfangreich sanieren und auch für Kunrau wird noch immer nach einem Förderprogramm gesucht. Salzwedel, Arendsee und Kalbe seien in der Liste aufgetaucht, auf die Nennung von Klötze wartete der Landtagsabgeordnete vergeblich. Doch auch ans Klötzer Rathaus wurde die Abfrage geschickt, wurde ihm vom Städte- und Gemeindebund versichert. Es habe aber keine Rückmeldung gegeben. „Warum nicht?“, wollte Thomas Korell von der Verwaltung wissen.Hauptamtsleiter Matthias Reps bestätigte, dass im Rathaus eine Abfrage eingegangen war. „Sie war repräsentativ und sehr umfänglich“, berichtete er. Der Hauptamtsleiter begründete die Nicht-Teilnahme: „Für uns standen andere Aufgaben im Vordergrund. Wir hatten keine Ressourcen dafür.“ Auf die fragenden Blicke von den Stadträten bekräftigte Matthias Reps mit aller Deutlichkeit: „Nein, wir haben es nicht gemacht.“ Das verstand Thomas Korell nicht. Ziel der Abfrage sei gewesen, zu ermitteln, wie groß der Bedarf sei und wie viel Fördergeld das Land zur Verfügung stellen sollte. „Wenn das Land einen solchen Fonds auflegt, sollten wir auch sagen, wir haben Bedarf“, wünschte sich Thomas Korell. „Ich hätte es gut gefunden, wenn wir bei der Liste auch dabei gewesen wären.“ Der frühere Landtagsabgeordnete Jürgen Barth (SPD) zitierte aus der Mitteilung des Innenministeriums zum Programm, dass für die Maßnahmen in diesem Jahr bis zum 22. Juli ein Antrag gestellt werden müsse. „Da müssen wir in die Puschen kommen und versuchen, das mit aufzugreifen“, forderte er. Denn: „Die 50 000 Euro brauchen wir dringend, um unser Bad zu sanieren.“ Die Stadträte sprachen sich dafür aus, dass die Verwaltung einen Antrag für die Freibad-Förderung auf den Weg bringen sollte.

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