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Klötzer Ortsbudget für die Jahre 2020 bis 2022 vergeben

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Von: Monika Schmidt

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Menschen sitzen an Tisch vor Leinwand
Eine lange Liste von Zuschüssen hatten die drei Klötzer Ortsbürgermeister zusammengestellt. Da das Budget aus zwei Jahren angesammelt wurde, konnten die Ortschaftsräte großzügig bewilligen. © Schmidt, Monika

Während der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Klötze wurde das Ortsbudget verteilt - aus den Jahren 2020, 2021 und 2022, so dass eine fünfstellige Summe zur Vergabe bereitstand.

Klötze – „Wir hatten in den beiden vergangenen Jahren mit der Pandemie zu kämpfen. Vieles hat nicht stattgefunden.“ So leitete im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat Ortsbürgermeister Raimund Punke die Diskussion über die Vergabe der Zuschüsse aus dem Ortsbudget ein. Zwar wurde das Budget wegen der Haushaltslage der Stadt reduziert, aber die Ortschaften durften die nicht abgerufenen Beträge mit in das Jahr 2022 nehmen, so dass der Klötzer Ortschaftsrat bei der Vergabe mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen konnte. Damit standen noch 21759,67 Euro zur Vergabe bereit. „Das ist aber eine absolute Ausnahme“, betonte Raimund Punke. In den Folgejahren fällt das Budget wieder kleiner aus, warnte er vor zu großen Erwartungen der Vereine.

Vorab hatten der Ortsbürgermeister und seine beiden Stellvertreter Alexander Kleine und Lothar Schulze die Anträge gesichtet und nach den vom Ortschaftsrat aufgestellten Kriterien eingeordnet. Zudem haben sich einige Anträge aus 2021 inzwischen erledigt, weil die Veranstaltungen wegen der Pandemie nicht stattgefunden haben. Auf Null gesetzt haben die Ortsbürgermeister schon im Vorfeld die Anträge von Kleingartenvereinen, die eine Übernahme der Stromkosten haben wollten. Das passt nicht zu den Richtlinien der Förderung, erklärte Alexander Kleine. „Bei dem Zuschuss für die Tafelgärten ist das anders“, erläuterte er, warum dieser Antrag der Kleingärtner bewilligt wurde.

Letztendlich konnten die Klötzer Ortschaftsräte großzügig sein und bei allen förderfähigen Anträgen die von den Vereinen beantragte Summe bewilligen. Eine Änderung gab es beim Klötzer Angelverein, der für die Unterstützung der Jugendarbeit keine Summe vorgeschlagen hatte. Die 300 Euro, die die drei Ortsbürgermeister als Vorschlag in die Liste eingesetzt hatten, erschienen Frank Fritzsche als zu wenig, da der Verein sehr viel Jugendarbeit leiste. Der Zuschuss wurde auf 500 Euro erhöht.

Einstimmig sprachen sich die Ortschaftsräte für die Vergabe der Zuschüsse aus. „Das ist eine ganz saubere Sache, da habt ihr euch wunderbar Gedanken gemacht“, lobte Lothar Görg die Vorarbeit der drei Ortsbürgermeister.

Im Klötzer Ortsbudget bleibt nach der Erfüllung der Wünsche noch ein Rest von etwa 2300 Euro. Davon sollte, so beantragte Klaus Ewertowski, die Klötzer Ortswehr bedacht werden, weil auch diese wieder Jugendarbeit mache. 500 Euro schlug er als Zuschuss vor. Konkret darüber beraten will der Ortschaftsrat über den Antrag aber erst bei seiner nächsten Zusammenkunft.

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