Wollfaden-Handarbeitsgruppe schloss nächstes Projekt ab: Stricksachen für Kinder in Kisaula

Klötzer Mützen für Tansania

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Das Strick- und Häkelzeug können die Frauen der Handarbeitsgruppe Wollfaden kaum aus der Hand legen. Jeden Montag treffen sie sich in der Familienbildungsstätte zum gemeinsamen Handarbeiten. Eine Zeit lang wurden dabei Mützen für Tansania gestrickt.

Klötze. Handarbeiten liegt den Frauen der Wollfaden-Gruppe im Blut. Und wenn sie dann noch etwas Gutes mit ihren Handarbeiten tun können, macht das Stricken und Häkeln umso mehr Spaß.

Jeden Montag kommen die etwa 15 Frauen in der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze zusammen. Nach den Mützen und Decken für Frühchen (wir berichteten) haben sie in diesem Jahr ein neues Projekt in Angriff genommen – und inzwischen auch schon abgeschlossen.

„Waltraud Grabowski aus Suhlendorf hatte an die EFA einen Brief geschickt“, erinnert sich Petra Kampe an die Entstehung des Projektes. Sie hatte von den Frühchen-Mützen erfahren und fragte bei den Wollfaden-Frauen an, ob sie auch Mützen für Tansania stricken würden. Die Suhlendorferin arbeitete mit der St. Katharinengemeinde in Salzwedel zusammen, betreut dort die Partnergemeinde in Tansania und hatte von der Gruppe in der EFA gehört. „Wir entscheiden grundsätzlich in der gesamten Gruppe, ob wir ein Projekt in Angriff nehmen wollen“, erklärt Rita Thon. Und bei der Anfrage aus Tansania mussten die Frauen nur ganz kurz überlegen, bevor sie zusagten. Waltraud Grabowski informierte die Gruppe, dass sie für Kinder in Kisaula stricken sollen. „Das liegt hoch im Gebirge und nachts ist es dort sehr kalt“, erfuhren die Handarbeitsfrauen. Deshalb würden sich die Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren über Mützen, Schals und Socken sehr freuen.

Die von ihnen gestrickten Mützen haben die Handarbeitsfrauen auf dem Bild aus Kisaula sofort wiedererkannt.

Die Frauen strickten und häkelten fleißig, sodass im April ein großes Paket mit Wollsachen auf die Reise gehen konnte. Waltraud Grabowski holte die Sachen in der EFA ab und bedankte sich herzlich bei den Frauen für ihre Unterstützung. Sie versprach, eine Rückmeldung zu geben, wie die Sachen in Kisaula angekommen sind. Und Waltraud Grabowski hielt Wort: Sie ließ den Wollfadenfrauen Bilder von den Kindern in Tansania zukommen, auf denen sie neben ihrer Schuluniform die selbst gestrickten und gehäkelten Mützen aus Klötze tragen. „Wir haben unsere Mützen sofort wieder erkannt“, bestätigen die Frauen.

Die Wollfaden-Frauen wollen durch solche Projekte helfen, nicht nur sich ein bisschen bekannter zu machen, sondern auch für die Klötzer Familienbildungsstätte zu werben. Dort werden nicht nur kirchliche Gruppen betreut, die EFA ist auch Treffpunkt für viele andere Interessierte und hat in der Stadt Klötze einen festen Platz, erinnert Rita Thon. „Wir wollen mithelfen, den Bestand der EFA zu sichern.“ Der bevorstehende Umbau der Einrichtung, die eine Fluchttreppe und einen barrierefreien Gartenzugang erhalten soll, wird die Träger viel Kraft kosten, das ist den Handarbeitsfrauen bewusst.

Das nächste Projekt haben die Frauen bereits im Auge: Zu Weihnachten wollen sie wieder Mützen und Socken für Neugeborene spenden. „Jeder von uns hat Wollreste zu liegen, die für größere Arbeiten nicht reichen, aber so eine sinnvolle Verwendung finden“, erklären die Wollfaden-Frauen, die eigentlich immer ihr Handarbeitszeug dabeihaben. Sicher auch, wenn sie sich das nächste Mal zum Grillen in der EFA treffen. Denn in der Runde kommen auch das Erzählen und die Geselligkeit nicht zu kurz.

Von Monika Schmidt

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