„Wir brauchen Standaufsichten“

Klötzer Jägerschaft setzt sich für Schießpark auf Kahnberg ein

Der Schießpark auf dem Kahnberg bei Gardelegen bietet den Jägern gute Möglichkeiten, zu trainieren. Damit die Einrichtung erhalten bleiben kann, werden dringend Standaufsichten gesucht.
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Der Schießpark auf dem Kahnberg bei Gardelegen bietet den Jägern gute Möglichkeiten, zu trainieren. Damit die Einrichtung erhalten bleiben kann, werden dringend Standaufsichten gesucht.

Neuferchau – Auf das Nötigste beschränkt hatten die Mitglieder der Klötzer Jägerschaft das Programm bei ihrer Versammlung in Neuferchau. Zwei Punkte stachen bei der Sitzung besonders heraus. Es mussten Delegierte für die Landesjägerkonferenz gewählt werden.

Diese ist in diesem Jahr besonders wichtig, da ein neuer Präsident gewählt werden soll, informierte André Schulze, der Vorsitzende der Klötzer Jägerschaft.

„Es gibt zwei recht unterschiedliche Kandidaten“, informierte er. Der eine komme aus der Wirtschaft, der andere mehr aus der jagdlich-forstlichen Schiene. „Es obliegt jedem selbst, wem er seine Stimme gibt“, informierte André Schulze. Er ist als Vorsitzender der Jägerschaft für die Versammlung gesetzt. Begleiten werden ihn Christoph Harms, Susanne Altemeyer, Wilfried Schierhorn, Erwin Grödl und Dietmar Heise.

Schießpark erhalten

Das zweite große Thema der Versammlung war der Schießpark auf dem Kahnberg in Berge bei Gardelegen. André Schulze berichtete, dass die Klötzer Jägerschaft im vergangenen Jahr Ausrichter der Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen dort war. „Es lief alles gut“, betonte er. Auch Standaufsichten hätten die Klötzer für den Wettbewerb genügend gefunden. „Die fehlen in Berge aber ohnehin“, erläuterte er. Dort gebe es Probleme, die Betreuung des Schießstandes aufrechtzuerhalten, weil die freiwilligen Helfer fehlen. André Schulze rief vor allem „Jungrentner, die Lust dazu haben“ auf, sich als Standaufsicht für den Kahnberg zu melden. Für die Klötzer Jägerschaft wäre es zudem nützlich, wenn sich ein Mitglied finden würde, dass als Kontaktperson zwischen der Jägerschaft und dem Schießpark fungiert.

Das Thema Kahnberg griff Erwin Grödl aus Beetzendorf, langjähriger Vorsitzender der Jägerschaft, im Verlauf des Abends noch einmal auf. „Der Schießpark ist nach Corona zwar wieder auf, aber es gibt große Probleme bei den Standaufsichten“, informierte er. „Wir brauchen diese unbedingt“, appellierte Grödl an die Jäger. Denn wenn sich niemand meldet, um die Betreuung abzusichern, müsse der Schießpark geschlossen werden. „Und dann wird er wohl auch nicht wieder eröffnet“, befürchtete Erwin Grödl. Denn es sei nicht einfach, eine Betriebserlaubnis für eine solche Einrichtung zu erhalten.

Auch Joachim Klabis aus Trippigleben warb für den Erhalt des Schießparks. „Die Schießaufsicht dort ist überlastet“, betonte er. Es würde schon helfen, wenn sich Freiwillige finden, die bei der Pflege des Geländes helfen und gelegentlich den Rasen mähen. Klabis erinnerte daran, dass die Jägerschaften aus Klötze und Gardelegen sowie der Polizeisportverein Gardelegen gemeinsame Betreiber der Anlage sind. Damit bestehe auch eine Verpflichtung für die Klötzer Jägerschaft. „Wir haben die Pflicht, dass jede Hegegemeinschaft da einmal an einem Sonnabend einen Arbeitseinsatz macht“, schlug der Trippiglebener vor. „Das bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone.“ Es gehe vor allem darum, den Rasen zu mähen und Barrieren an der Seite zu wechseln.

André Schulze hatte noch einen zweiten Vorschlag, der von der Jägerschaft als Beschluss gefasst wurde: Wer sich bereit erklärt, einen Lehrgang als Standaufsicht zu absolvieren, bekommt diesen aus der Kasse der Klötzer Jägerschaft finanziert. VON MONIKA SCHMIDT

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