Regulierung von Wildschaden war ein Thema

Jede Wolfssichtung melden: Klötzer Jägerschaft diskutiert über Wildschaden

Drei Männer stehen vor einer Wand mit Jagdtrophäen.
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Die Mitglieder der Klötzer Jägerschaft sahen sich die Trophäen an.
  • VonWolfram Weber
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Die Regulierung von Wildschaden war ein Thema, über das die Mitglieder der Klötzer Jägerschaft lange intensiv und kontrovers diskutiert haben.

Steimke – 50 Teilnehmer konnte der Vorsitzende der Klötzer Jägerschaft, André Schulze, zur diesjährigen Versammlung im Steimker Saal begrüßen. Seit drei Jahren ist er „Chef“ der Jägerschaft, in der etwa 250 Jäger aus dem Altkreis Klötze zusammengeschlossen sind. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Klötzer Jagdhornbläsern. So bliesen sie zu Beginn „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“. Auch beim Verlesen der Strecke gab es die passenden Signale zu hören.

Als Gast war der Kreisjägermeister Hans-Jürgen Brückner vor Ort. Er informierte über aktuelle Corona-Regeln die es bei Jagden zu beachten gibt, besonders, wenn Gäste aus anderen Bundesländern teilnehmen. Ein weiteres Thema seines Grußwortes war der Wolf: Jede Sichtung wie auch verdächtige Risse von Nutztieren sollen dem Wolfskompetenzzentrum in Iden gemeldet werden, betonte er. Weiterhin wurde die Rettung von Rehkitzen mittels einer Drohne besprochen. Vom Bund gibt es eine 60-prozentige Förderung, vom Land wäre eine 90-prozentige Förderung für die Anschaffung von zwei Drohnen möglich. Im Februar soll ein Schweißhundseminar stattfinden. Dafür rechnet der Vorstand mit zahlreichen Anmeldungen. Auch im nächsten Jahr soll wieder Saatgut für einen Wildacker angeschafft werden. Etwa 100 Nisthilfen für Wasservögel sollen angeschafft werden.

Eine Jagdgemeinschaft hatte fristgerecht einen Antrag für eine mögliche Unterstützung eingebracht. Dabei ging es um die grundlegende Frage bei der Klärung in einem Rechtsstreit, unter welchen Voraussetzungen ein Wildschaden durch die Jäger beglichen werden muss. Insbesondere die Frage, ob und wann in einem Maisfeld eine Bejagungsschneise gemäht werden muss und wie breit diese zu sein hat. Eine Mehrheit der Anwesenden stimmte nach längerer Diskussion für den Antrag.

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