Umfangreiche Beprobungen weisen keinen weiteren Befall nach

Klötzer Imker haben die Faulbrut im Griff

Die Bienen tragen den Erreger der Amerikanischen Faulbrut, wenn er in den Waben sitzt, beim Füttern an die Bienenlarven weiter. Die Brut verfault.
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Die Bienen tragen den Erreger der Amerikanischen Faulbrut, wenn er in den Waben sitzt, beim Füttern an die Bienenlarven weiter. Die Brut verfault.

Klötze – Die Amerikanische Faulbrut ist eine der Bienenkrankheiten, die von den Imkern besonders gefürchtet wird. Nach dem Winter 2018 ist die Krankheit Ende Mai 2020 zum zweiten Mal in Klötze festgestellt worden.

Dieses Mal ist der Verlauf aber nicht so dramatisch, wie vor zwei Jahren, als eine groß angelegte Reinigungsaktion aller Bienenstöcke im erweiterten Klötzer Sperrbezirk nötig war.

Wie Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkkreises, auf AZ-Anfrage informiert, wurde der Ausbruch der Faulbrut am 28. Mai bei einem Imker amtlich festgestellt, als es routinemäßige Nachuntersuchungen bei den Bienenvölkern des ehemaligen Sperrbezirks gab. Sofort hatte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Altmarkkreises einen Sperrbezirk mit einem Radius von fünf Kilometern um den betroffenen Bienenstand eingerichtet. „Es gab umfangreiche klinische und bakteriologische Untersuchungen“, teilt die Kreissprecherin weiter mit. So bekamen innerhalb des Sperrbezirks 14 Imker Besuch von der kreislichen Behörde, 86 Bienenvölker wurden beprobt. Auch über den Sperrbezirk hinaus wurden Bienenvölker untersucht: Dort wurden weitere zehn Imker besucht und weitere 31 Bienenvölker beprobt. Das Ergebnis ist erfreulich: „Es konnte kein weiterer betroffener Bienenbestand festgestellt werden“, informiert Birgit Eurich.

Somit ist eine groß angelegte Reinigungsaktion der Bienenkästen nicht nötig. Einzig der betroffene Bienenbestand wurde vollständig saniert. „Die betroffenen Völker wurden getötet“, erklärt die Kreissprecherin weiter. Dies konnte ohne den Einsatz des Bienenseuchenmobils des Landes erledigt werden.

Alle anderen Bienenbestände, die sich innerhalb des Sperrbezirks befinden, werden nach Ablauf einer Frist von mindestens zwei Monaten nach Beendigung der Sanierung erneut untersucht. So sieht es die Bienenseuchenverordnung vor. Wird bei dieser erneuten Untersuchung die Amerikanische Faulbrut nicht festgestellt, werden der Sperrbezirk und die damit verbundenen angeordneten Schutzmaßnahmen für die Imker wieder aufgehoben. VON MONIKA SCHMIDT

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