Leader-Zukunft ist ungewiss

Ratlosigkeit im Klötzer Hauptausschuss

Die drei Männer Gerhard Reinecke, Dr. Wolfgang Bock und Wolfram Westhus sitzen im Neuferchauer Saal an einem Tisch.
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Im Klötzer Stadtrat warben LAG-Vorsitzender Gerhard Reinecke (v. l.) sowie die Manager Dr. Wolfgang Bock und Wolfram Westhus noch um den Erhalt der LAG Rund um den Drömling.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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In welcher Leader-Aktionsgruppe will sich die Stadt Klötze in Zukunft engagieren? Die Frage hat der Stadtrat noch nicht beantwortet.

Klötze – Aus allen Wolken fielen die Mitglieder des Klötzer Hauptausschusses, als Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps zum Tagesordnungspunkt Leadergebietskulisse über einen Anruf informierte, den er von Landrat Michael Ziche erhalten hatte. Demnach sei Gerhard Reinecke, Vorsitzender der LAG Rund um den Drömling zu einem Gespräch bei Michael Ziche gewesen. Dabei hatte der Calvörder mitgeteilt, „dass bei einer LAG Calvörde und Oebisfelde-Weferlingen nicht über die Grenzen des Bördekreises hinausgehen wollen“, teilte Matthias Reps mit. „Wann da welche Entscheidung getroffen wurde, kann ich nicht sagen“, sagte Reps.

„Dass die Entscheidung schon getroffen wurde, finde ich unfair“, sagte Jörg Kägebein (SPD). „Wir sind noch mitten in der Diskussion. Der Drömling soll eine Einheit bilden, deshalb sollten wir die Diskussion fortführen und mit den Partnern ins Gespräch kommen“, wünschte er sich. Da noch nicht alles abgeklärt sei, könne er im nächsten Stadtrat noch keinen Beschluss zu dem Thema fassen. Joachim Klabis (Linke) bat darum, unbedingt mit Calvörde und Oebisfelde zu sprechen, warum diese plötzlich keine gemeinsame Drömlings-LAG mehr wollen. Auch er fühlte sich nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. „Wenn Calvörde und Oebisfelde nicht mehr mit uns arbeiten wollen, dann hat sich die LAG Rund um den Drömling doch erledigt“, stellte Henry Hartmann (CDU) fest. Da auch Gardelegen nicht mehr mitmacht, bliebe die Stadt Klötze als einziges LAG-Mitglied übrig. Marco Wille berichtete aus Versammlungen mit den Wiso-Partnern aus dem Drömling, dass dort der Landrat den Bördekreisvertretern das Angebot unterbreitet hatte, in der geplanten Altmarkkreis-LAG mitzuarbeiten. Das sei abgelehnt worden, weil sie eine eigene LAG gründen wollten. „Der Landrat des Bördekreises will auch alle seine Schäfchen in der Herde halten“, vermutete Marco Wille. Die Gründe für den Meinungswechsel sollen von der Verwaltung noch erfragt werden. Der Beschluss zur Leadergebietskulisse wurde vom Hauptausschuss von der Tagesordnung gestrichen.

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