Rettungssatz zum Ausprobieren

Klötzer Feuerwehrleute testen Akku-Geräte

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Auch der Klötzer Gerätewart Bernd Gille (2. v. r.) sah sich den Rettungssatz genau an. Er ist für die Pflege und Wartung der Technik verantwortlich und interessierte sich vor allem für die technischen Details.

Klötze – Sie wollen nicht die Katze im Sack kaufen. Deshalb ließen sich die Feuerwehren aus der Einheitsgemeinde Klötze am Mittwochabend die neueste Technik an Scheren und Spreizern vorstellen – und probierten die Geräte des Rettungssatzes selbst aus.

Neben der Klötzer Ortswehr waren die Feuerwehren eingeladen, die schon über einen Rettungssatz verfügen, also Kunrau, Immekath, Wenze und Quarnebeck.

Auch Aktive aus der Hansestadt Gardelegen waren ins Klötzer Gerätehaus gekommen. An zwei vorbereiteten Unfallfahrzeugen konnten die Männer die neue Technik ausprobieren. Neben den schlauchgebundenen Rettungssätzen gibt es inzwischen auch Akku-betriebene Versionen.

Den Wettkampf vorhandene gegen neue Technik gewannen die Akku-Geräte deutlich.

Diese zeichnen sich vor allem durch leichteres Gewicht, einfache Handhabung und weniger Platzbedarf auf dem Fahrzeug aus. Vor allem die Ausrüster der Fahrzeuge, die bei den Wünschen der Feuerwehren zur Ausstattung schnell mal Probleme mit Platz und Gewicht bekommen, würden diese neue Form der Technik mittels Akku deshalb sehr begrüßen, erfuhren die Feuerwehrleute. Die Leistung der Akku-Geräte ist identisch mit der der schlauchgebundenen Geräte.

„Wir wollen den Vergleich haben“, bat der Klötzer Ortswehrleiter Matthias Veit. Schließlich soll nur dann gekauft werden, wenn die neue Technik nachweisbar besser ist als die vorhandenen Geräte bei den Feuerwehren. Also traten neues Akku-Gerät und die Schere vom Klötzer Löschfahrzeug in einem Vergleich gegeneinander an, um eine Säule des Unfallwagens zu zerteilen. Deutlich schneller ging die Arbeit mit dem Akku-Gerät von der Hand.

„Wir kaufen nur, wenn es uns wirklich überzeugt“, betonte Matthias Veit. Schließlich ist die Anschaffung eine recht kostspielige Angelegenheit. Den Tipp, sich bei einer von inzwischen schon 500 Feuerwehren in Deutschland, die auf Akku-Geräte umgestiegen sind, zu erkunden, wollen die Einsatzkräfte aus Klötze deshalb unbedingt beherzigen.

VON MONIKA SCHMIDT

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