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Uwe Bartels versichert: „Wir sind vorbereitet“

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Von: Monika Schmidt

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ein Feuerwehrgerätehaus
Das Feuerwehrgerätehaus ist in Klötze Anlaufstelle für die Einwohner bei einer Notfallsituation. © Monika Schmidt

Die Stadt Klötze ist auf einen möglichen flächendeckenden Strom- und Gasausfall vorbereitet. Das versichert Bürgermeister Uwe Bartels.

Klötze – So lange der Herbst warm ist, war es für die Bürger noch kein Thema. Aber sobald nicht nur die Nächte, sondern auch die Tage kälter werden, steigt die Sorge um mögliche Ausfälle bei der Lieferung von Strom und Gas in diesem Winter. Deshalb hat Landrat Steve Kanitz die Kommunen aufgerufen, Vorsorge zu treffen. Aus dem Klötzer Rathaus heißt es, dass die Einheitsgemeinde vorbereitet ist – zumindest personell. „Da sind wir vorbereitet“, informiert Bürgermeister Uwe Bartels auf AZ-Anfrage. Die örtliche Einsatzleitung absolviert regelmäßig Ausbildungen und übt den Ablauf verschiedener Szenarien, „um für den Ernstfall gewappnet zu sein“. Zudem gebe es Schulungen für die Mitarbeiter der Verwaltung. „So können wir im Fall der Fälle bei der Koordinierung des Zivilschutzes handlungsfähig sein“, ist der Bürgermeister zuversichtlich. Sollte es trotz aller Vorsorge dennoch zu einem großflächigen Versorgungsausfall in der Einheitsgemeinde kommen, „sind die kommunalen Einrichtungen für die Bürger die erste Anlaufstelle“, teilt der Bürgermeister weiter mit. In den Feuerwehrgerätehäusern und Dorfgemeinschaftshäusern finden sie Ansprechpartner und Hilfe. „Dort kann die Erstversorgung im Rahmen der Möglichkeiten vorgenommen werden. Auch die weitere Koordination für beispielsweise weiterführende medizinische Versorgung kann dort organisiert und ausgeführt werden“, informiert Uwe Bartels. Allerdings bieten die vorhandenen Räume nicht genügend Platz, damit sich alle 10 000 Einwohner der Einheitsgemeinde dort gleichzeitig versammeln können. „Die verschiedenen Anlaufstellen bieten allen Bürgern im Notfall die Möglichkeit, Hilfe zu erhalten“, erläutert der Bürgermeister. Der Katastrophenschutz könne jedoch aufgrund begrenzter Ressourcen und personeller Kapazitäten nicht alle Auswirkungen eines flächendeckenden Strom- und / oder Gasausfalls abfangen. Deshalb setzt die Stadt bei solchen Großschadenslagen, wie zum Beispiel auch bei Stromausfällen nach kräftigen Stürmen, „auf den adäquaten und eigenverantwortlichen Selbstschutz der Bürger“, teilt Uwe Bartels weiter mit. Dennoch werde alles versucht, um die kommunalen Anlaufstellen für den Ernstfall vorzubereiten, betont er. So gibt es in der Einheitsgemeinde insgesamt elf Notstromaggregate zur Versorgung der Gerätehäuser sowie weitere kleinere Aggregate. „Insbesondere die älteren Geräte werden derzeit überprüft, um die Einsatzbereitschaft für den Ernstfall zu gewährleisten“, teilt Uwe Bartels weiter mit. Die Bürger sollten sich aber nicht allein auf ihre Kommunen verlassen, sondern auch selbst Vorsorge treffen. Wie die Stadt Klötze informiert, gibt es dazu vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz eine informative Broschüre mit dem Titel „Katastrophenalarm! – Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“. Informationen zum richtigen Verhalten bei Notfällen sowie zur Vorsorge gibt es auch im Internet auf der Seite des Bundesamtes unter www.bbk/bund.de. 

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