Ortschaftsrat sieht Priorität in Wartehäuschen

Klötzer Bushaltestelle: „Das Wichtigste ist eine kleine Butze“

Der vorhandene Unterstand an der Bushaltestelle in Höhe der Klötzer Sekundarschule hat keine Sitzgelegenheiten. Die Schüler müssen stehend auf den Bus warten. Für andere Busnutzer soll ein weiteres Wartehäuschen auf der gegenüberliegenden Seite der Umfahrung aufgestellt werden.
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Der vorhandene Unterstand an der Bushaltestelle in Höhe der Klötzer Sekundarschule hat keine Sitzgelegenheiten. Die Schüler müssen stehend auf den Bus warten. Für andere Busnutzer soll ein weiteres Wartehäuschen auf der gegenüberliegenden Seite der Umfahrung aufgestellt werden.

Klötze – „Der ganze Ortschaftsrat war eingeladen, aber es waren nur drei Leute da“, ärgerte sich Bernd Unruh. Die Klötzer Ortschaftsräte wollten sich vom Kuseyer Wolfgang Mosel seine Vorstellungen für die Gestaltung der Bushaltestelle an der Straße der Jugend vorstellen lassen.

Der Termin war einmal krankheitsbedingt verschoben worden, den Ersatztermin hatten offensichtlich nicht alle Ortschaftsräte auf dem Schirm, wie Bernd Unruh bei der jüngsten Zusammenkunft bedauerte.

Raimund Punke beispielsweise erklärte, keine Einladung dazu bekommen zu haben. „Ich hatte den Termin in der vorigen Sitzung bekannt gegeben“, erwiderte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt. Doch auch Uwe Witte hätte sich gewünscht, wenn es noch einmal eine gesonderte Einladung für die Ortschaftsräte gegeben hätte.

Die Bushaltestelle an der Straße der Jugend ist für viele Busreisenden ein Umsteigepunkt. Einem Umbau steht der Ortschaftsrat skeptisch gegenüber.

Raimund Punke steht dem ganzen Vorhaben ohnehin skeptisch gegenüber. „Der Stadtrat hat noch keinen Etat für das neue Jahr und wir wollen da eine riesige Haltestelle machen“, argumentierte er. Seiner Ansicht nach sei es wichtiger, „sich um die Kinder zu kümmern, die da im Regen stehen“, griff Punke den alten Wunsch nach einer Wartehalle wieder auf. Dem Argument schloss sich auch Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt an. „Das Wichtigste ist eine kleine Butze für die Kids da“, meinte er. Zudem verwies der Ortsbürgermeister darauf, dass es in Sachen Fahrplanänderung und Ausbau der Linie 100 für Klötze noch einige Menge Unklarheiten gebe. „Da ist noch nichts in Sack und Tüten“, erklärte Schmidt den Ortschaftsräten. „Es gibt Knatsch im Kreis, deshalb kommt die Linie 100 noch nicht“, informierte er weiter.

Bernd Hamann wusste aus Gesprächen mit seinem Parteikollegen Wolfgang Mosel, dass dieser sehr gut mit einer kleineren Lösung mitgehen könne. „Für ihn ist der Vorschlag akzeptabel, wenn da nicht so groß ausgebaut wird“, teilte Bernd Hamann den Ortschaftsräten mit.

Lothar Schulze setzte die Priorität auch eher auf ein Wartehäuschen. „Für die Schüler gibt es eine kleine Lösung, aber für die anderen Wartenden müsste etwas zum Unterstellen geschaffen werden“, wünschte er sich. Beleuchtet und wettergeschützt sollten die Busreisenden auf ihr Gefährt warten können. „Und wir müssen Sitzgelegenheiten schaffen“, unterstrich Bernd Unruh den Wunsch. Denn der Unterstand für die Schüler bietet keine Bänke. Für Mütter mit Kinderwagen beispielsweise ist er durch die Absperrungen vor der Haltestelle für die Schüler ohnehin nicht erreichbar.

VON MONIKA SCHMIDT

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