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Ausleihe rund um die Uhr möglich

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Von: Monika Schmidt

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ein Bücherregal in einer Bibliothek
Damit die Medien rund um die Uhr ausgeliehen werden können, müssen sie neu digitalisiert werden. © privat

Rund um die Uhr und ohne Personaleinsatz könnten künftig in der Klötzer Bibliothek Medien ausgeliehen werden. Ein Förderprogramm macht das möglich.

Klötze – Bislang gibt es das Angebot in Klötze nur im Fitnessstudio: Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeiten. Perspektivisch soll das aber auch in der Klötzer Bibliothek möglich sein. Wie Bürgermeister Uwe Bartels informierte, hat die Stadt Fördermittel in Höhe von 89 233,37 Euro vom Land Sachsen-Anhalt bewilligt bekommen. Und das Beste: „Es handelt sich um eine 100-prozentige Förderung“, freute sich der Bürgermeister. Damit soll das Projekt „Open Library“, also offene Bibliothek, umgesetzt werden. Während der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass eine kontaktarme Benutzung in der städtischen Einrichtung möglich ist. Bücher wurden vorbestellt, von den Mitarbeitern herausgesucht und am Eingang zum Abholen bereitgestellt, ohne dass sich während des Lockdowns Nutzer und Mitarbeiter begegneten. Dieses System soll nun ausgeweitet werden. Und es ermöglicht vielen Berufstätigen, Nutzer der Bibliothek zu werden, da diese künftig unabhängig von Öffnungszeiten betrieben werden kann. Für die Stadt ergibt sich noch ein weiterer Vorteil: Bislang musste wegen der knappen personellen Besetzung die Bibliothek geschlossen werden, wenn ein Mitarbeiter wegen Krankheit oder Urlaub ausgefallen ist. Die kontaktlose Ausleihe ist von den Mitarbeitern relativ unabhängig möglich. „Theoretisch ist durch die Digitalisierung der Bibliothek eine Ausleihe rund um die Uhr, also 24 Stunden am Tag, möglich“, erläuterte Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch. In der Bibliothek angemeldete Nutzer können sich an der Tür einloggen und gehen dann durch eine digitale Schranke. Wenn sie ein vorher eingescanntes Buch aus dem Regal nehmen, wird dieses gemeldet und auf ihr Konto verbucht. Die Ausleihe wird automatisch registriert. Damit das System funktioniert, müssen zwei Punkte vorher erledigt werden: Alle Medien in der Einrichtung müssen noch einmal gesondert erfasst und digitalisiert werden. Und sie müssen immer am selben Platz stehen, damit das Programm nicht durcheinander kommt. „Unser Ziel ist, dass das wir das Projekt in diesem Jahr noch umsetzen“, kündigte Hauptamtsleiter Matthias Reps im AZ-Gespräch an. Die Mittel stehen im bereits beschlossenen Haushalt der Stadt bereit.

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